Schmerzfreie Zahnbehandlung ohne bohren

Heilpraxisnet

Neue Methode soll Karies von alleine heilen

18.06.2014

Wenn die Endmineralisierung des Zahnschmerzen zu Karies führt, kommt der Patient nicht umhin, sich einer teilweise schmerzhaften Zahnbehandlung mit Bohren, Spritzen und Füllungen zu unterziehen. Britische Forscher entwickelten nun ein schmerzfreies und sanftes Behandlungsverfahren, das Karies durch Remineralisierung des Zahnes heilen könnte.

Remineralisierung soll Karies ohne schmerzhafte Zahnbehandlung heilen
Karies – auch als Zahnfäule bekannt – entsteht wenn der Zahnschmerz entmineralisiert. Das Ergebnis sind Karies-Läsionen, die sich zu Löchern in den Zähnen entwickeln können. Stellt der Zahnarzt Karies fest, handelt er schnell: Betäubungsspritze, Bohren und zuletzt Zahn füllen. Dieser für den Patienten meist unangenehmen Prozedur wollen Britische Forscher nun ein Ende setzen. Laut Mitteilung des King’s College entwickelten sie "ein schmerzfreies Verfahren, bei dem die Karies von alleine heilt. Der Heilungsprozess soll dabei durch eine Remineralisierung des betroffenen Zahns eingeleitet werden". Die Mineralien werden dabei mit einer geringen Strommenge, die "für den Patienten nicht spürbar ist, in den Zahn eingebracht werden", so die Forscher.

„Die Art, wie wir Zähne heute behandeln, ist nicht ideal. Wenn wir die Zähne reparieren, indem sie eine Füllung erhalten, beginnt für den betroffenen Zahn ein Kreislauf aus Bohren und Wiederbefüllen, da letztlich jedes ‚Reparieren‘ fehlschlägt“, so Professor Nigel Pitts vom King’s College. „Nicht nur, dass unsere Behandlungsart sanfter für die Patienten und besser für ihre Zähne ist, sie wird mindestens so kostengünstig wie die jetzigen Zahnbehandlungen sein. Neben demKampf gegen Karies kann unser Instrument zudem verwendet werden, um die Zähne aufzuhellen."

Die neue Methode namens „Electrically Accelerated and Enhanced Remineralisation“ (EAER) könnte nach Einschätzung der Forscher innerhalb von drei Jahren Marktreife erlangen. Es würden jedoch noch private Investoren gesucht, schreibt das King’s College. (ag)

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Bild: Tobias Bräuning / pixelio.de