Rückruf: Noroviren in Tiefkühl-Himbeeren bei Testungen nachgewiesen

Alfred Domke
Gefährliche Viren in tiefgekühlten Himbeeren aus Polen gefunden
In Tiefkühl-Himbeeren aus Polen wurden Noroviren entdeckt. Die gefährlichen Keime können unter anderem schweren Brechdurchfall auslösen. Betroffene Beeren sollten daher keinesfalls verzehrt werden.

Gefährliche Keime in Tiefkühl-Himbeeren
Laut einer Meldung des Internetportals „produktwarnung.eu“ wird aktuell vor Noroviren in tiefgekühlten Himbeeren aus Polen gewarnt. Der Erreger wurde demnach in einer Probe festgestellt. Betroffen sind mehrere EU-Mitgliedsstaaten, unter anderen auch Deutschland. Der Verzehr von Lebensmitteln, die mit den gefährlichen Keimen belastet sind, kann zu schweren gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen.

In Tiefkühl-Erdbeeren aus Polen wurden Noroviren gefunden. Die gefährlichen Keime können unter anderem zu schwerem Durchfall führen. Vom Verzehr des Obstes wird abgeraten. (Bild: linda_lioe/fotolia.com)

Noroviren in TK-Ware aus Polen
In tiefgekühlten Himbeeren aus Polen, die in verschiedenen EU-Ländern vertrieben wurden, sind gefährliche Noroviren entdeckt worden.

Das meldet das europäische Schnellwarnsystem für Lebensmittel und Futtermittel (Rapid Alert System for Food and Feed, RASFF) auf seiner Webseite.

Medienberichten zufolge wurde eine Rückrufaktion für das betroffene Obst gestartet. Betroffen sind die Staaten: Deutschland, Österreich, Polen, Belgien, Frankreich, Italien, Luxemburg und die Niederlande.

Da über das RASFF laut „produktwarnung.eu“ keine für Endverbraucher verwertbare Informationen – wie mögliche Verkaufsstellen oder Handelsmarken – bereitgestellt werden, sollte die Empfehlung lauten, aktuell auf tiefgekühlte Himbeeren mit Herkunft Polen zu verzichten.

Ernstzunehmendes Gesundheitsrisiko
Eine Infektion mit Noroviren löst bei Menschen in der Regel heftigen Durchfall, Übelkeit und Erbrechen aus.

Dazu kommt häufig ein starkes Krankheitsgefühl mit Muskel- und Bauchschmerzen, gelegentlich mit leichtem Fieber und Kopfschmerzen.

Die starken Brechdurchfälle können zu Dehydration führen, die sich durch ein ausgeprägtes Schwächegefühl oder Schwindel bemerkbar machen kann.

Bei kleinen Kindern und Senioren sowie kranken beziehungsweise schwachen Menschen können die Infektionen mitunter schwer verlaufen und vereinzelt sogar tödlich enden.

Um einer Ansteckung mit den gefährlichen Noroviren vorzubeugen, sollte derzeit auf TK-Himbeeren aus Polen verzichtet werden. Grundsätzlich wichtig ist zudem, auf eine gewissenhafte Hygiene zu achten. (ad)