Schul-Allergien: 13-jährige Schülerin zeigt starke allergische Reaktionen

Fabian Peters
13-Jährige reagiert allergisch auf die Schule – Auslöser noch unklar
Das Ganze fing im Mathematikunterricht an: Ein 13-jähriges Mädchen aus Großbritannien reagierte immer wieder mit heftigen allergischen Reaktionen in der Schule. Nach einem allergischen Schock musste sie sogar ins Krankenhaus gebracht werden. Die Ursache für die „Schul-Allergie“ ist bislang noch nicht gefunden worden.

Junges Mädchen ist „allergisch gegen ihre Schule“
Für manche Schüler klingt es womöglich sogar verlockend, doch für das betroffene Mädchen aus England ist es richtig schlimm: Die 13-jährige Tiffiney B. hat eine Art „Allergie gegen ihre Schule“. Gegenüber dem Internetportal „itv.com“ erklärte die junge Britin: „Ich glaube es war in Mathe, als es mich plötzlich voll gejuckt hat und mir warm und schwindelig wurde. Dann startete der Englisch-Unterricht und mir wurde furchtbar heiß, ich konnte nicht mehr richtig sehen und mein Hals schwoll an. Ich hatte starke Schmerzen und dachte, ich muss sterben.“

Schulunterricht als Ursache für allergische Reaktionen? (Bild: Cherries/fotolia.comI
Schulunterricht als Ursache für allergische Reaktionen? (Bild: Cherries/fotolia.comI

Mit allergischem Schock in die Klinik
Das Mädchen, das zur John Whitgift Academy in Grimsby geht, hatte in nur einer Woche vier schwere allergische Reaktionen. Sie musste sogar in eine Klinik gebracht werden, nachdem sie einen gefährlichen anaphylaktischen Schock erlitten hatte. Dabei handelt es sich um einen allergischen Notfall, bei dem Betroffene einen Kreislaufzusammenbruch bekommen. Sie fallen in Ohnmacht und können nicht mehr atmen. Schlimmstenfalls erleiden sie einen Herzkreislaufstillstand. Dann muss sofort mit der Wiederbelebung begonnen werden. Der Teenager wurde den Angaben zufolge noch rechtzeitig ins Krankenhaus gebracht.

Von der Schule beurlaubt
Ein anaphylaktischer Schock kann beispielsweise bei Menschen mit einer Insektenstichallergie durch einen Wespenstich ausgelöst werden. Oder bei anderen Personen auch durch bestimmte Nahrungsmittel wie etwa Erdnüsse. Solche teilweise gefährlichen Lebensmittelallergien nehmen seit Jahren zu. Auch bestimmte Medikamente können infrage kommen. Bei der jungen Engländerin ist die Ursache für die lebensbedrohlichen Vorfälle noch nicht gefunden worden. Sie ist nun von der Schule beurlaubt, bis der Grund für die Allergie geklärt ist. Zwar besucht Tiffiney die Schule im Nordosten des Landes bereits seit drei Jahren, ihre Mutter Josie ist dennoch sicher, dass der Auslöser etwas mit der Schule zu tun haben muss. Gegenüber „itv.com“ sagte sie: „Das Schlimme ist, dass es keine normale allergische Reaktion ist, sondern eine lebensbedrohende, bei der es um Sekunden gehen kann.“

Nach dem Auslöser wird weiter gesucht
Dem Bericht zufolge wurden Proben von Teppichen und Wandfarbe im Schulgebäude genommen, die nun im Labor analysiert werden. Eine Erdnuss-Allergie, die zuvor bei dem Mädchen festgestellt worden war, habe laut den Ärzten keinen Zusammenhang mit ihrem Zusammenbruch in der Schule. Auch wenn sich manche Mitschüler vielleicht erträumen, ebenfalls nicht zum Unterricht zu müssen, für Tiffiney ist die Situation ein Albtraum. „Es ist langweilig ohne Hausaufgaben“, sagte sie „itv.com“. Sie wollte sogar Extra-Hausaufgaben haben. „Ich möchte in der Schule sein. Sie ist wie mein Zuhause und ich mag und genieße die Schule, weil sie Spaß macht.“ Tochter und Mutter hoffen darauf, dass das Problem bald gelöst werden kann. (ad)