Schweinegrippe Folgen wurden aufgebauscht

Heilpraxisnet

Anti-Korruptions-Organisation Transparency International erhebt schwere Vorwürfe gegen die Pharmaindustrie: Die Schweinegrippe wurde "katastrophenmässig aufgebauscht"

Kritiker haben schon lange aufgrund einer Vielzahl von Tatsachen zur Schweinegrippe darauf hingewiesen, dass die grasierende Schweingrippe in den Medien aufgebauscht und überbewertet wird. Nun meldet sich die Anti-Korruptions-Organisation "Transparency International" zu Wort und kritisiert die Pharmaindustrie scharf. Die Schweinegrippe wurde "katastrophenmässig aufgebauscht" und habe sich als "Papiertiger entpuppt", so Vorstandsmitglied Anke Martiny der "Transparency International" gegenüber der Nachrichtenagentur "DAPD".

Martiny vermutet, die Pharmaindustrie habe das Thema aufgebauscht, um den Impfstoff besser verkaufen zu können. "Bei der Schweinegrippe habe ich den deutlichen Verdacht, dass es im Wesentlichen den Anbietern der Impfstoffe genützt hat", sagte Martiny. Dadurch wurde das Vertrauen der Menschen missbraucht. Kritisch seien vor allem die Verbindungen der Ständige Impfkommission (STIKO) mit der Pharmaindustrie. "In diesem konkreten Fall hätte von der STIKO der Nachweis erbracht werden müssen, dass Interessenkonflikte keine Rolle spielten", so Martiny. "Von Anfang an hatten externe Experten Zweifel an der Sinnfälligkeit dieser Entscheidung. Eine offene wissenschaftliche Diskussion hat aber nicht stattgefunden."

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Die Ständige Impfkommission habe eine Impfung gegen den Grippe Virus A/H1N1 empfohlen. Wurde diese Empfehlung raus gegeben, um mehr Profit für die Pharmaindustrie zu erwirtschaften? Noch immer empfielt die STIKO eine flächendeckende Impfung. So heißt es altuell: "Die Impfung gegen die Neue Influenza („Schweinegrippe“) ist nach wie vor wichtig, da auch nach Überschreiten des Scheitelpunkts einer Welle noch viele Fälle auftreten. Frühere Influenzapandemien sind auch oft in mehreren Wellen aufgetreten." Die 16-köpfige ständige Impfkommission (STIKO) trifft sich 2x jährlich, um sich mit den gesundheitspolitisch wichtigen Fragen zu Schutzimpfungen und Infektionskrankheiten in Forschung und Praxis zu beschäftigen und entsprechende Richtlinien herauszugeben. Die Empfehlungen der STIKO dienen den Bundesländern als Vorlage für ihre öffentlichen Impfempfehlungen.

Seit April 2009 sind weltweit 9596 Menschen an dem Grippe Virus A/H1N1 verstorben. In Deutschland wurden bisher 119 Todesfälle registriert, die im Zusammenhang der Folgen der Schweinegrippe verstorben sind. Im Vergleich mit den Patienten der jährlich auftretenden saisonalen Grippe zeigt, dass die erwarteten hohen Todesraten durch den Schweinegrippen-Virus nicht eingetreten sind. An der "normalen Grippe" sterben jedes Jahr rund 11.000 Menschen. (27.12.2009, SB)