Schweinegrippe: Neue Zahlen, Fakten und Fragen

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Fakten zur Schweinegrippe

Schweinegrippe- Neue Zahlen, Fakten und Fragen

Wie schon in einem anderen Artikel kürzlich hier dargestellt- nützt es bei der Schweinegrippe, wenn man sich ganz nüchtern die Zahlen anschaut.

In Europa sollen von ca. 495 Millionen Einwohnern mittlerweile 318 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus A/H1N1 verstorben sein. Von der Weltbevölkerung von ca. 6,8 Milliarden Menschen wurde 6135 Tote durch das Virus gezählt.
Zur Zeit zeigen alle auf die Ukraine. Die aktuellen Zahlen (vom 4.11. 2009) mit 200.000 Erkrankten bei ca. 51,2 Millionen Einwohnern, sind allerdings sehr mit Vorsicht zu geniessen, da in der Ukraine Wahlkampf herrscht und eine Dramatisierung der Situation durch Zahlen und Maßnahmen durchaus für einige Politiker vorteilhaft sein könnte. Vor einigen Tagen waren es noch 22 Tote, nun stieg die Zahl auf einmal auf über 90. Selbst die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hielt sich erst einmal bedeckt und vermeldete, dass sie selbst in die betroffenen Gebiete eigene Beobachter entsenden und deren Informationen abwarten wollte.

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Unverständlich in diesem Zusammenhang, warum dann Nachbarland Polen kaum Probleme mit der Schweinegrippe oder Neuen Grippe hat. Ministerin Ewa Kopacz hatte am Montag verkündet, dass es dort bisher keinen einzigen Todesfall im Zusammenhang mit A/H1N1 gegeben habe.

Am gleichen Tag hatte auch noch der stellvertretende Minister für Gesundheit der Presse mitgeteilt, dass es mindestens 22 Todesfälle und 170 Fälle auf Intensivstationen im Zusammenhang mit der Neuen Influenza gebe. Wobei der Minister, laut Polskaweb, aber auch einräumte, dass in dieser Gegend schon im Vorjahr 245 Menschen an Lungenentzündung gestorben sind.

Unverständlich auch, warum in einigen Publikationen behauptet wird, dass ukrainische Arbeiter, die in den umliegenden Ländern arbeiteten, den Virus mitgebracht hätten, wenn die betreffenden angeblichen Ursprungsländer kaum bis keine Probleme in der Verbreitung der Erkrankung haben. In Deutschland sollen neue Todesfälle aufgetaucht sein, aber sie sind wohl nicht eindeutig als Folge der A/H1N1- Infektion zuzuordnen, denn es wird nur von Toten „im Zusammenhang“ mit der Schweinegrippe gesprochen.

Erste Krankheits- und Todesfälle im Zusammenhang mit den Impfungen
Ähnlich vage sind auch die Aussagen über Folgen der umstrittenen Impfung: Aus Schweden ist zu lesen, dass 5 Todesfälle in einen zeitlichen Zusammenhang mit der Schweinegrippen- Imfpung zu bringen sind- laut Paul- Ehrlicher- Institut. Weiter heisst es auf der Internetseite des Institutes, dass 37 Menschen allergische Reaktionen gezeigt hätten, wobei 15 schwerwiegender Natur gewesen seien. Und an anderer Stelle schreibt das Institut, dass es im Jahr 1976/77 schon einmal eine Impfung von ca. 100 Millionen Menschen in den USA gegen eine Schweinegrippe gegeben habe. Die Kampagne sei damals abgebrochen worden, weil die Epidemie nicht eintrat und es wohl vermehrt zum Auftreten des Guillain-Barré-Syndroms gekommen sei. Dies ist eine akute Entzündung des Nervensystems und der Nervenwurzeln, der eine Lähmung, die unterschiedlich hoch aufsteigt, folgt. Damit sei wohl auch im Rahmen der jetzigen Impfungswelle zu rechnen.

Schwach in diesem Zusammenhang, dass auf der Internetpräsenz des Bundesministeriums für Gesundheit auf eine eigene Seite (www.neuegrippe.bund.de) für aktuelle Informationen zur „Neuen Grippe“ verwiesen wird. Dort wird man dann aber auch nur auf die Seite des Robert-Koch- Institutes verwiesen. Aber nur um dort wiederum in einer aktuellen Situation wie sie zur Zeit herrscht, Informationen vom 30.10.2009 zu lesen, die auf den 2.11.2009 datiert wurden. Wenn man von staatlicher Stelle aus die Aufklärung der verunsicherten Bevölkerung in einer so hochproblematischen Situation den Medien überläßt, dann ist das mehr als fahrlässig. ( 05.11.2009)