Schweinegrippen-Impfstoffe landen im Müll

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Schweinegrippen-Impfstoffe landet im Müll

Kaum jemand scheint sich noch gegen den Erreger H1N1 der sog. Schweinegrippe impfen lassen zu wollen. Wie die Berliner Gesundheitsverwaltung gegenüber der Senats CDU-Abgeordneten Mario Czaja bestätigte, werden die ersten Impfdosen des Impfstoffs Pandemrix bereits entsorgt. Insgesamt seien allein in Berlin Impfdosen im Wert von rund 90.000 Euro buchstäblich abgelaufen. Über 10.000 Impfdosen wurden bereits schon entsorgt, da die Haltbarkeit von "Pandemrix" bereits abgelaufen sei.

Hintergrund ist, nach Öffnen eines Zehnerpacks Pandemrix muss der Wirkstoff innerhalb von 24 Stunden geimpft werden. Danach wird der Pandemrix unwirksam. Wenn allerdings der Zehnerpack nicht geöffnet wird, ist der Impfstoff immerhin zwei Jahre noch haltbar. Für die weggeworfenen Impf-Dosen kommt der Steuerzahler auf, da das Land Berlin die Kosten hierfür übernehmen muss.

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Gerade einmal 128000 Berliner hatten sich seit November gegen die Schweinegrippe impfen lassen. In Berlin leben jedoch weit über 3.40.000 Menschen. Von einer "Massen-Impfung" kann hierbei nicht gesprochen werden. Nach neusten Erkenntnissen ist der Verlauf der Schweinegrippe im Vergleich zur herkömmlichen Grippe eher mild. Seit Ausbruch der Schweinegrippe erkrankten laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) rund 220 000 Menschen. 216 Menschen seien an den Folgen der Schweinegrippe gestorben. (sb, 06.02.2010)