Schweinegrippen „Mutationen“

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Schweinegrippe

Überraschende neue Erkenntnisse zum Schweinegrippenvirus in ARD- Magazin „Monitor“

In der gestrigen Sendung vom 19. November 2009 des ARD- Magazins Monitor lief ein Beitrag mit dem Namen: „Horrorszenarien- Die Schweinegrippe und die Medien“. In diesem wurde darüber berichtet, dass die saisonale Grippe zunehmend von der Schweinegrippe verdrängt wird und die Fachleute noch nicht einmal unglücklich darüber sind, weil der Verlauf der Schweinegrippe um einiges harmloser ist, als der der normalen Grippe. Weiterhin kommt Prof. Peter Collignon, von der Universität Canberra, Australien zu Wort. Er erklärt, dass Australien in diesem Jahr deutlich weniger Grippetote als gewöhnlich zu verzeichnen habe. Im Normalfall gäbe es dort ca. 2000- 3000 Tote im Zusammenhang mit Grippeerkrankungen. 2009 sind es nur 190 gewesen.

Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin, der Göttinger Professor Dr. med. Michael M. Kochen, meint sogar, dass dieses neue Virus unsere Grippe ablösen wird und wir dadurch mit weniger Toten rechnen müssen, als in den letzten beiden Jahrzehnten.

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Monitor berichtet in demselben Beitrag von pikanten Umständen des Umgangs mit dem Todesfall eines 15jährigen Mädchens aus Kassel, der in den Medien reisserisch präsentiert und vom Robert- Koch- Institut in die offizielle Staistik von Schweinegrippen- Todesfällen mitaufgenommen wurde.

Vor der Kamera spricht die Leiterin des Gesundheitsamtes der Region Kassel, Frau Dr. Karin Müller, davon, dass das Mädchen an den Folgen einer Herzmuskelentzündung und nicht beweisbar an A/H1N1 gestorben sei. Auch die erst als Horrorszenarien ausgemalten Zustände in der Ukraine und Mexiko werden in dem Bericht aufgearbeitet. So seien in Mexiko bei einer Gesamtbevölkerung von 109 Millionen Menschen ganze 63 verstorben. Woher die Zahlen stammen, ist dem Bericht leider nicht zu entnehmen, denn auf der Seite des European Centre for Disease Prevention and Control werden 520 Tote für Mexiko angegeben.

In der Ukraine, wo zwischenzeitlich 250.000 Erkrankungen und bis zu 90 Tote angegeben wurde, scheint die Situation schwer einschätzbar. Monitor berichtet, dass die allermeisten Todesfälle garnicht geklärt seien und erst 29 untersucht worden seien, davon 17 definitive Todesfälle im Zusammenhang mit A/H1N1. Auch Fachleute wie Gerd Antes von der Ständigen Impfkomission, die in der Sendung zu Wort kommen, geben an, dass bei genauem Hinsehen die Situationen nicht so dramatisch seien, wie dies in den Medien dargestellt werden würde.

Entgegen der massiven Aufmerksamkeit in den Medien, wird auf der Internetseite des Bundesministeriums für Gesundheit nur noch ganz am unteren Bildrand, recht versteckt, auf die Sonderseite zur Neuen Grippe verwiesen. Ansonsten ist das Thema nicht mehr direkt präsent auf der Startseite, bis auf die veralteten Informationen über den sogenannten „Impfgipfel“.
Spiegel Online meldet noch, dass das staatliche „Norwegische Institut für öffentliche Gesundheit“ angegeben hat, dass es eine spontane Mutation des Schweinegrippenvirus bei 3 Personen gebe, wovon 2 schon gestorben seien. Bisher wurde diese Mutation aber keinen weiteren Untersuchten gefunden und scheint somit kein Grund zur Sorge. Also ist auch hier bei genauerer Recherche keine Gefahr für grosse Bevölkerunsgruppen zu erkennen.

Insgesamt scheint die Berichterstattung in bezug auf die Neue Grippe etwas abzuebben und alle als dramatische bezeichneten Fälle, Fakten und Zahlen haben sich im Nachhinein entkräftet und relativiert. Man kann nur hoffen, sollte sich diese Situation weiter stabilisieren, dass eine Aufarbeitung der vielen Falsch- und Fehlinformationen stattfindet. (Thorsten Fischer, Heilpraktiker, 21.11.2009)