Senioren: Sonnenschutz minimum Lichtschutzfaktor 15 verwenden

Sebastian
Die meisten Europäer lieben es, sich im Sommer in die Sonne zu legen. Experten weisen zwar immer wieder auf das Gesundheitsrisiko Sonnenbaden hin, doch die Warnung wird gerne überhört. Wer sich bräunen lassen will, sollte unbedingt auf ausreichenden Sonnenschutz achten. Dies gilt vor allem für Senioren, denn ihre Haut ist besonders gefährdet.

Besonders Senioren sollten auf Sonnenschutz achten
Die hochsommerlichen Temperaturen locken viele Menschen ins Freie. Dermatologen weisen immer wieder darauf hin, dass man auf ausreichenden Sonnenschutz achten soll, da jeder Sonnenbrand auf dem eigenen Haut-Konto addiert wird. Besondere Vorsicht sollten Senioren walten lassen, denn die Haut von älteren Menschen verträgt UV-Strahlen nicht mehr so gut, berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Demnach bekommt man etwa ab dem 65. Lebensjahr schneller einen Sonnenbrand. Außerdem verheilt dieser auch langsamer. Wie es heißt, machen auch viele Medikamente oder die Kombination verschiedener Präparate die Haut sensibler.

Sonnenschutzfaktor einhalten. Bild: Markomarcello -fotolia

Nicht in die pralle Mittagssonne gehen
Allerdings ist es keine Lösung, gar nicht mehr in die Sonne zu gehen. „Die Sonne hat eine wichtige Funktion für den Vitamin D-Haushalt, was wiederum wichtig für die Gesundheit der Knochen ist“, erklärte Christine Eichler, Chefärztin im Evangelischen Zentrum für Altersmedizin in Potsdam und Fachärztin für Geriatrie. Am besten sollten Ältere vormittags oder am späten Nachmittag in die Sonne gehen. Die Ärztin rät zu heller, leichter Kleidung und natürlich auch zu Sonnencreme. „Der Lichtschutzfaktor sollte mindestens bei 15 bis 20 liegen.“ Auch auf die Qualität der Produkte kommt es dabei an. Erst kürzlich kam die Stiftung Warentest zu dem Ergebnis, dass billige Sonnenschutzmittel in vielen Fällen besser sind als teure. Ihre Augen sollten Senioren mit einer Sonnenbrille schützen.

Bei Diabetikern kann es zu Verbrennungen kommen
Insbesondere bei älteren Menschen, die an Diabetes leiden, ist Vorsicht geboten. Aufgrund ihrer Erkrankung sind oft die Empfindungen in den Füßen gestört. Dann besteht durch starke Sonneneinstrahlung die Gefahr von Verbrennungen. Wenn es aber doch dazu kommt, ist eine wirksame Hilfe bei einem Sonnenbrand unerlässlich. Bei einem sehr starken Sonnenbrand, bei dem sich Blasen auf der Haut bilden, muss unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Bei leichteren Beschwerden können althergebrachte Hausmittel bei Sonnenbrand helfen. So verschafft etwa eine lauwarme Dusche Linderung. Sehr effektiv ist Quark. Am besten trägt man ihn großzügig auf ein Geschirrtuch und packt ihn als Umschlag auf betroffene Hautpartien. Quark hat eine kühlende und antientzündliche Wirkung. Als Alternativen eignen sich auch Joghurt oder Kefir. (ad)