Gesundheitsminister: Mehr Sex gegen Bluthochdruck

Heilpraxisnet

Brasiliens Gesundheitsminister Jose Gomes Temporao rät seinen Landsleuten: Sex als Vorbeugung gegen chronische Krankheiten und Bluthochdruck.

Etwa 190 Millionen Menschen leiden in Brasilien unter Bluthochdruck. Ein ganz speziellen Ratschlag gab nun Brasiliens Gesundheitsminister Jose Gomes Temporao zu Beginn einer Gesundheitskampagne gegen Bluthochdruck seinen Landsleuten: "Erwachsene müssen sich bewegen: laufen, tanzen und Sex haben". Ein Fußballspiel am Wochenende dürfe nicht die einzige sportliche Aktivität eines Brasilianers sein, fügte der Gesundheitsminister hinzu.

War das ein Scherz des Ministers? Nein, denn laut der Zeitung "O Globo" weiß der Minister auch schon die richtige Dosis zu verkünden: Fünf mal am Tag Sex zu haben, sei durchaus möglich, aber fünf mal pro Woche sollte jeder Bürger den Geschlechtsakt vollziehen. Allerdings sollten man die Verhütung beim Sex nicht außer Acht lassen. Die gesundheitliche Lage in Brasilien ist nach Angaben Temporao eine gesundheitliche "tickende Zeitbombe". Innerhalb der nächsten 20 Jahre könne ein großer Anteil der Bevölkerung mit chronischen Krankheiten, Bluthochdruck, Diabetes und überhöhten Cholesterinwerten betroffen sein. Die Ernährungsgewohnheiten in Brasilien, so der Minister, seien sehr ungesund und förderten Koronare Herzkrankheiten.

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Kritiker könnten Unken, Brasilien habe kein Geld für tatsächliche Vorsorge-Programme hat und deshalb Jose Gomes Temporao solche Tipps an die Bevölkerung los lässt. Doch was ist tatsächlich dran, an dem Vorschlag, mehr Sex zu haben, um beispielsweise Bluthochdruck-Erkrankungen vorzubeugen?

Abgesehen davon, dass Sex meistens Menschen glücklich macht und die Partnerschaft zwischen zwei Menschen stärkt, wirkt sich regelmäßiger Sex tatsächlich gesundheitsfördernd aus. Sex beschleunigt u.a. den Pulsschlag, fördert die Durchblutung und die Sauerstoffversorgung verbessert sich während des Aktes. Beim Geschlechtsverkehr wird auch das Glückshormon Endorphin frei gesetzt. Dieses Hormon vertreibt zum Beispiel Kopfschmerzen, Rückenschmerzen und Verspannungen. Auch eine Vorbeugung bei Prostata-Erkrankungen konnte bereits beobachtet werden. Zudem schüttet Männer beim Sex vermehrt das Hormon "Testosteron" aus, was Knochen, Herz und Kreislauf stärkt. Also ganz unrecht hat der Brasilianische Gesundheitsminister nicht. (sm)

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