So können Senioren Stolperfallen im Haushalt entschärfen

Nicht nur rumliegende Gegenstände bilden unnötige Stolperfallen für Senioren, auch hohe Schwellen und Stufen sind hier mitunter ein Risiko. (Bild: Dan Race/fotolia.com)
Fabian Peters
Wie Senioren Stolperfallen im Haushalt leicht entschärfen können
Auch in den eigenen vier Wänden kann man sich verletzen. Vor allem für ältere Menschen lauern zu Hause viele Stolperfallen. Senioren können die Verletzungsrisiken jedoch ganz gut reduzieren. So lassen sich etwa Stürze durch rutschfeste Matten unter losen Teppichen vermeiden.

Unfälle im Haushalt können lebensgefährlich sein
Vor allem Senioren sind im Haushalt vielen Verletzungsrisiken ausgesetzt. Stürze zu Hause können schnell lebensgefährlich werden. Laut einer gemeinsamen Meldung des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in Berlin und der Aktion „Das sichere Haus“ (DSH) in Hamburg, sind 2013 allein in Deutschland rund 7.200 Menschen durch einen häuslichen Sturz ums Leben gekommen; rund 6.700 von ihnen waren älter als 65 Jahre. In vielen Fällen könnte vorgebeugt werden.

Nicht nur rumliegende Gegenstände bilden unnötige Stolperfallen für Senioren, auch hohe Schwellen und Stufen sind hier mitunter ein Risiko. (Bild: Dan Race/fotolia.com)
Nicht nur rumliegende Gegenstände bilden unnötige Stolperfallen für Senioren, auch hohe Schwellen und Stufen sind hier mitunter ein Risiko. (Bild: Dan Race/fotolia.com)

Senioren haben ein hohes Sturzrisiko
Den Fachleuten zufolge hat das hohe Sturzrisiko für Senioren viele Gründe. Einer ist der fortschreitende Knochenabbau („Osteoporose“). Gesundheitsexperten raten in der Regel zur Osteoporose-Prävention bevor die Knochen schwinden. Doch auch abnehmende Sehfähigkeit und nachlassende Muskelkraft spielen eine Rolle, und auch falsch verstandene Sparsamkeit, wie etwa beim Thema ausreichende Beleuchtung oder Kauf einer neuen Leiter. Zudem stellen laut einer jüngeren Forschungsarbeit Pantoffeln eine Gefahr dar. Eine EU-Arbeitsgruppe warnte in diesem Zusammenhang Senioren zur Sturzprävention vor dem Herumlaufen in Socken, hohen Schuhen oder schlecht sitzenden Hausschlappen ohne Fixierung.

Stolperfallen lassen sich einfach ausräumen
Zudem können im Haus selbst ein Zuviel an Möbeln und bauliche Eigenarten wie Schwellen das Sturzrisiko steigern. Viele Sturz- und Stolperfallen lassen sich jedoch mit wenig Aufwand ausräumen. So können Stürze beispielsweise durch rutschfeste Matten unter losen Teppichen vermieden werden. Und Schwellenkeile oder Rampen machen Türschwellen sicherer, falls man die nicht ganz ausbauen kann, schreiben die Experten von GDV und DSH. In der Dusche oder Badewanne können Haltegriffe sinnvoll sein, da der Einstieg vielen Älteren schwer fällt. Diese sollten den Experten zufolge rund 85 Zentimeter hoch angebracht werden. Die Rohre sollten etwa vier Zentimeter Durchmesser haben. Dadurch werde ein sicherer Griff ermöglicht. (ad)

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