Sonnenbrand im Frühling: Jetzt eincremen

Alfred Domke

Achtung vor Sonnenbrand im Frühling: Schon jetzt eincremen

08.03.2014

Die frühlingshaften Temperaturen locken viele Menschen ins Freie. Doch die Freude über das sonnige Wetter kann auch leicht etwas getrübt werden, denn die Gefahr für einen Sonnenbrand steigt. Deshalb ist es ratsam, sich zu schützen, wenn man die Sonne länger genießen will. "Bei längeren Spaziergängen eincreme", rät die Dermatologin Dr. Sandra Thoms. Vor allem dauerbelastete Hautstellen wie die Nase oder die Ohren sollten adäquat geschützt sein.

Ruhig hohen Lichtschutzfaktor wählen
Das schöne Wetter treibt viele Menschen ins Freie. Doch wie der Hautarzt Dr. Herbert Kirchesch aus Pulheim bei Köln rät, sollten diejenigen, "die sich längere Zeit in der Sonne aufhalten möchten, empfindliche Hautstellen vorsorglich mit Sonnenschutz eincremen". Es sollte dabei auch ruhig eine Creme mit hohem Lichtschutzfaktor gewählt werden. Zu den besonders gefährdeten Hautpartien zählten Ohren, Nase, Stirn und Hände. „Man darf sich von den eher kühlen, frühlingshaften Temperaturen nicht täuschen lassen: Die Sonne ist schon recht intensiv“, so Kirchesch gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. Das Risiko eines Sonnenbrandes sei besonders in den Mittagsstunden, wenn die Sonne fast senkrecht steht, hoch.

Hausmittel helfen meist gut
Der stellvertretende Landesvorsitzende Nordrhein im Berufsverband der Deutschen Dermatologen erklärte: „Es gibt Leute, die schon nach einer Viertelstunde merken, dass sich da was tut.“ Menschen, die in der Sonne nicht braun werden, seien grundsätzlich besonders gefährdet. „Die wird es gerade bei so früher Sonne mit noch untrainierter Haut eher erwischen als andere.“ Wenn dann der Ernstfall eintritt, sollte man als erste Hilfe bei Sonnenbrand die betroffenen Hautstellen kühlen. „Hausmittel wie feuchte Umschläge helfen meist ganz gut.“ Als weitere Hausmittel bei Sonnenbrandhaben sich Quark, Joghurt, Aloe Vera oder Heilerde bewährt. Bei der Behandlung von Sonnenbränden halten sich noch immer viele Irrtümer hartnäckig. So meinen manche Menschen, eine After-Sun-Lotion könne einen Sonnenbrand effektiv behandeln. Doch dem ist nicht so, eine solche Lotion soll nur gegen das Austrocknen der Haut helfen.

Bei stärkeren Beschwerden zum Arzt
Wenn es zu stärkeren Beschwerden kommt, könnte eine cortisonhaltige Lotion, welche vom Arzt verschrieben wird, Linderung bringen. „Ein Sonnenbrand ist für mich etwas, was auch am nächsten Tag noch zieht und spannt und mehr als nur ein bisschen rot ist“, so Kirchesch. Wenn sich jedoch Blasen auf der Haut bilden, die Haut dunkelrot ist und Symptome wie Übelkeit und Erbrechen, Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen und Benommenheit auftreten, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Denn dies sind jeweils Anzeichen für einen Sonnenstich, der dringend ärztlich behandelt werden sollte. Für dieses Wochenende mit prognostizierten Temperaturen von bis zu 21 Grad sei aber ein schwererer Sonnenbrand noch nicht zu erwarten. (ad)

Bild: Rainer Sturm / pixelio.de