Sonnenbrand vorbeugen: Aber wie?

Fabian Peters

Sonnenschutz für die Haut besonders wichtig

15.06.2012

Das sonnige Wetter lockt zum Sonnenbaden, doch ist dabei dringend auf ausreichenden Sonnenschutz zu achten, um negative gesundheitliche Folgen zu vermeiden. Wie die Berliner Hautärztin Dr. Gertraud Kremer gegenüber der Nachrichtenagentur „dapd“ erklärte, sollte sich „jeder vor der Sonne schützen“.

Neben den Sonnencremes kann laut Aussage der Expertin auch einen spezielle Ernährung zum Schutz der Haut beitragen und einem Sonnenbrand vorbeugen. Auf Basis einer gezielten Ernährung lasse sich die Haut auch von innen stärken, betonte Gertraud Kremer. Da jeder Sonnenbrand das Risiko von Hautkrebs erhöht, sollten Sonnenhungrige besonders auf einen angemessen Schutz achten. Im Zweifelsfall hilft nur das Meiden der direkten Sonneneinstrahlung.

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Täglich Feuchtigkeitscreme mit Lichtschutzfaktor 12 bis 15
Um einen Sonnenbrand zu vermeiden, ist die Haut in jedem Fall bei längerem Aufenthalt im Freien mit Sonnencreme zu schützen, erläuterte die Berliner Hautärztin. Welcher Sonnenschutz angemessen ist, hängt jedoch stark ab vom Hauttyp und der persönlichen Sonnenempfindlichkeit. Generell sollte die Haut bei Sonnenexposition am besten täglich mit einer Feuchtigkeitscreme des Lichtschutzfaktors 12 bis 15 eingecremt werden, erklärte die Berliner Hautärztin. Freiliegende Hautbereich wie Gesicht, Hals, Dekolleté und Handrücken seien auf diese Weise zu schützen. Hinzu komme „dann der gezielte Schutz mit höher wirksamen Sonnenschutzmitteln“, wobei individuell unterschiedlich starke Sonnencremes zu empfehlen sind, erläuterte Kremer. Denn nicht nicht alle Menschen müssten gleich zu Lichtschutzfaktor 50 greifen. Vielmehr sei „beim Sonnenschutz der eigene Hauttyp und die persönliche Sonnenempfindlichkeit“ zu berücksichtigten, so die Berliner Dermatologin weiter.

Individuelle Unterschiede beim benötigten Sonnenschutz
Menschen mit heller Haut und blauen Augen sind besonders empfindlich gegenüber den Sonnenstrahlen. „Sie werden schnell rot, aber nicht braun und fangen sich dabei schnell einen Sonnenbrand ein“, betonte Kremer. Ihnen ist demnach eine Sonnenschutzcreme mit sehr hohem Lichtschutzfaktor zu empfehlen. Bei „Menschen mit dunklerer Haut, die schnell braun werden und sehr unempfindlich auf die Sonne reagieren“, bieten indes auch weniger hochdosierte Präparate bereits einen ausreichenden Sonnenschutz. „Sie können sich auch mit einem geringeren Lichtschutzfaktor schützen“, erläuterte die Berliner Hautärztin.

Ernährung als zusätzliche Option beim Sonnenschutz?
Zwar können Menschen an ihrem natürlichen Hauttyp wenig ändern, doch ihre Empfindlichkeit gegenüber den Sonnenstrahlen lässt sich laut Aussage der Expertin auch durch die Ernährung beeinflussen. „Essen Sie jetzt viel Obst und Gemüse, um Vitamine und Mineralstoffe aufzunehmen“, empfiehlt Dr. Kremer. Auf diese Weise werde die Haut von innen gestärkt und reagiere weniger empfindlich auf die Sonnenstrahlen. Insbesondere Folsäure, Vitamin C, Vitamin E und Kalzium helfen der Haut, den UV-Strahlen der Sonne zu trotzen, erklärte Kremer. Im Zweifelsfall könne bei Patienten mit starker Lichtempfindlichkeit auch eine Nahrungsergänzungstherapie sinnvoll sein, allerdings sollte diese in Absprache mit einem (Fach-)Arzt erfolgen. Der Berliner Dermatologin zufolge haben „Studien gezeigt, dass die Einnahme einer Kombination aus Folsäure und Vitamin B12 die Lichtempfindlichkeit reduzieren kann.“ (fp)