Sonnenschutz: UV-Index zeigt Sonnenbrandrisiko

Heilpraxisnet

UV-Index beachten: Schon in der Frühlingssonne eincremen

12.04.2015

Endlich ist der Frühling richtig in Deutschland angekommen. Die warmen Temperaturen treiben viele Menschen nach draußen. Doch Vorsicht ist angebracht: Die Frühlingssonne wird oft unterschätzt. Der UV-Index kann dabei helfen, das eigene Sonnenbrandrisiko einzuschätzen und sich entsprechend zu schützen.

Frühlingssonne wird häufig unterschätzt
Endlich ist der Frühling richtig angekommen. Die warmen Temperaturen locken viele Menschen ins Freie. Sonnenanbeter sollten aber vorsichtig sein. Gerade an den ersten schönen Tagen wird die Kraft der Sonne leicht unterschätzt, es droht ein Sonnenbrand. Darauf hat das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) laut einer Meldung der Nachrichtenagentur dpa hingewiesen. Der UV-Index, der die Stärke der ultravioletten Strahlung angibt, die für Sonnenbrand sorgen kann, kann dabei helfen, sein eigenes Sonnenbrandrisiko einzuschätzen und sich entsprechend zu schützen. Montags, mittwochs und freitags veröffentlicht das BfS eine Drei-Tages-Prognose des UVI. Außerdem kann man sich die Prognose für das Wochenende als Newsletter bestellen.

Sonnenbrand-Gefahr
Der UVI liegt aktuell fast in ganz Deutschland bei vier. Das Internetportal „Haut.de“, das mit der Arbeitsgemeinschaft ästhetische Dermatologie und Kosmetologie kooperiert, weist darauf hin, dass Menschen mit dem Hauttyp II bei ungebräunter Haut bei einem solchen Wert nach etwa 30 Minuten in der Sonne einen Sonnenbrand bekommen. Bei helleren Typen ist die Zeit noch kürzer. Dem Portal zufolge ist bei UVI-Werten zwischen fünf und sieben für denselben Hauttyp bereits ab 20 Minuten ein Sonnenbrand möglich. Und bei Werten darüber kann es bereits bei weniger als 20 Minuten zu einem Sonnenbrand kommen.

Faustregel bei Lichtschutzfaktor beachten
Vom BfS wird dazu geraten sich bereits ab einem UVI von drei vor der Sonne zu schützen. Beispielsweise sollte man die Mittagsstunden besser im Schatten verbringen und sich für den Aufenthalt in der Sonne eincremen. Der Lichtschutzfaktor (LSF) sollte laut einer Faustregel mindestens das Doppelte des UVI betragen – in diesen Tagen also mindestens LSF acht bis zehn. Wichtig ist außerdem eine Kopfbedeckung und entsprechende Bekleidung. Dermatologen zufolge seien Textilien zum Sonnenbrand-Schutz wichtiger als Sonnencremes. Die Vorbeugung ist auch daher so wichtig, da jeder Sonnenbrand das Risiko für Hautkrebs erhöht. Selbst wenn die Heilungschancen dabei sehr gut sind, sollte dies nicht zum Leichtsinn verführen.

App berechnet individuelles Sonnenbrandrisiko
Weitere Hilfe beim Einschätzen des eigenen Sonnenbrandrisikos kann eine App geben. Der UV-Check wurde vom Berufsverband der Deutschen Dermatologen (BVDD) gemeinsam mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt entwickelt. Dabei muss der Nutzer den Ortungsdienst seines Mobiltelefons aktivieren und unter anderem eingeben, ob es bewölkt ist, auf welcher Höhe über dem Meeresspiegel er sich befindet und was für einen Hauttyp er hat. Dann berechnet die App die sogenannte UV-Eigenschutzzeit des Anwenders.

Altbewährte Hausmittel bei Sonnenbrand
Kommt es aber doch Mal zum Ernstfall sollten die betroffenen Hautstellen zunächst gut gekühlt werden. Helfen können hier unter anderem Hausmittel wie feuchte Umschläge. Quark, Joghurt, Aloe Vera oder Heilerde sind weitere altbewährte Hausmittel bei Sonnenbrand. Kommt es zu stärkeren Beschwerden, werden vom Arzt in manchen Fällen cortisonhaltige Salben zur Linderung verschrieben. Man sollte auf jeden Fall zum Arzt, wenn sich Blasen auf der Haut bilden, die Haut dunkelrot ist und Symptome wie Übelkeit und Erbrechen, Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen und Benommenheit auftreten. Diese Beschwerden sind nämlich Anzeichen für einen Sonnenstich und der sollte dringend ärztlich behandelt werden. Aktuell droht diese Gefahr hierzulande aber noch nicht. (ad)