Spargel-Saison trotz Niklas und Bodenfrost

Heilpraxisnet

Bayern: Schlechtes Wetter lässt Spargel nur zögerlich wachsen

09.04.2015

Die Spargelsaison beginnt in diesem Jahr etwas verzögert. Die ungünstigen Wetterbedingungen – Bodenfrost und Sturm Niklas – bremsen das Wachstums des beliebten Gemüses. Erst in zwei Wochen sei in Bayern mit einer größeren Ernte zu rechnen, erläutert Hans Höfler, Vorsitzender des Spargel-Erzeugerverbandes Franken, im Gespräch mit der Nachrichtenagentur „dpa“. Verbraucher müssen sich zudem auf höhere Spargelpreise aufgrund des Tariflohns für die Erntehelfer einstellen.

Kühle Temperaturen wirken sich negativ auf die Spargelernte aus
Die Kälte lässt den Spargel nur langsam wachsen. Verbraucher müssten sich noch etwa zwei Wochen gedulden, bis mit einer üppigeren Spargelernte zu rechnen sei, so Höfler. Spargelkönigin Miriam Adel und Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (CSU) konnten bei der Eröffnung der bayrischen Spargelsaison 2015 dennoch die ersten Freilandstangen stechen.

Mehr zum Thema:

Der Spargel benötigt einen von der Sonne erwärmten Boden für optimale Wachstumsbedingungen. Der derzeitige nächtliche Bodenfrost wirkt sich dagegen kontraproduktiv aus. „Wir bräuchten jetzt allerdings schon Tropenwärme, damit es kurzfristig größere Mengen Spargel gibt", erläutert Höfler weiter. Der Landkreis Führt entschied aufgrund der kühlen Temperaturen und der geringen Ernte, die Eröffnung der Spargelsaison um eine Woche zu verschieben.

Neben der ungünstigen Witterung sorgen sich viele Bauern und Verbraucher auch um die steigenden Preise beim Spargel. Diese werden vor allem mit den steigenden Lohnkosten begründet. Zwar müssen die Bauern ihren Erntehelfern keinen Mindestlohn zahlen, jedoch gilt ein Tariflohn. 2015 müssen die Landwirte ihren Helfern demnach rund 7,40 Euro Stundenlohn zahlen, im kommenden Jahr sogar 8,50 Euro. Der Bayrische Bauernverband rechnet deshalb fest mit einem Preisanstieg beim Spargel.

Spargel frisch aus der Region
Der Spargel sei ein „Paradebeispiel eines regionalen und saisonalen Produkts", sagte Landwirtschaftsminister Brunner bei der Eröffnung der Spargelsaison zur Nachrichtenagentur. In Bayern könnten Frische und Qualität des Gemüses aufgrund der kurzen Wege vom Feld zum Verbraucher gut gewährleistet werden.

In Bayern wird Spargel auf einer Fläche von 2.500 Hektar angebaut und ist damit flächenmäßig noch vor Zwiebeln und Einleggurken das wichtigste Gemüse. Die größte Anbauregion ist das Gebiet um Schrobenhausen. Im Schnitt wurden im vergangenen Jahr 6,2 Tonnen Spargel pro Hektar geerntet, was einen Rekord von insgesamt 15.226 Tonnen entsprach.

>Bild: w.r.wagner / pixelio.de