Steifer Nacken kann auf Sonnenstich hinweisen

Heilpraxisnet

Sonnenstich nach Arbeit im Freien: Steifer Nacken kann Hinweis sein

04.08.2014

Bei hochsommerlichen Temperaturen kann man sich leicht einen Sonnenstich zuziehen. Vor allem in Berufen, in denen draußen gearbeitet wird, ist die Gefahr groß. Symptome, die auf einen Sonnenstich hindeuten können sind unter anderem Kopfschmerzen und ein steifer Nacken.

Bei Arbeit im Freien höhere Sonnenstich-Gefahr
Bei hochsommerlichen Temperaturen können sich vor allem Menschen, die im Freien arbeiten, schnell einen Sonnenstich holen. In Berufen wie Landwirt, Bauarbeiter oder Straßenbauer müssen viele auch bei großer Hitze draußen im Einsatz sein. Wenn sie nicht aufpassen, laufen sie Gefahr, einen Sonnenstich zu bekommen. Laut einer dpa-Meldung erklärte die Vizepräsidentin des Verbands Deutscher Betriebs- und Werksärzte (VDBW), Anette Wahl-Wachendorf: „Erste Symptome sind Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Nackensteifigkeit.“ Experten zufolge geht ein Sonnenstich zudem meist mit Beschwerden wie Fieber, Schwindel, innere Unruhe und Ohrensausen einher.

Bei Symptomen nicht weiterarbeiten
Es werde empfohlen, dass Beschäftigte dann schleunigst Pausen machen, in den Schatten gehen und etwas trinken sollten. Wenn sie trotz solcher Symptome weiterarbeiten, könne es passieren, dass sie bewusstlos werden. Zudem sei es keine gute Idee, sich bei Symptomen für einen Sonnenstich zu schnell abzukühlen. „Mancher stellt sich zum Beispiel unter eine kalte Dusche“, so Wahl-Wachendorf. Dies könne im schlimmsten Fall dazu führen, dass sie einen Herz-Kreislauf-Kollaps bekommen. Es sei besser, sich langsam mit kalten, nassen Tüchern abzukühlen. Des Weiteren sollten Kollegen gegenseitig ein Auge aufeinander haben. Wahl-Wachendorf empfiehlt: „Wird ein Mitarbeiter plötzlich rot oder ganz blass, sollten sie ihn darauf ansprechen und in den Schatten bringen.“

Besondere Gefahr für Kinder und Senioren
Im Gespräch mit der Nachrichtenagentur „APA“ vor wenigen Wochen hatte die Notfallmedizinerin Dr. Gabriele Lerche, stellvertretende Chefärztin der Johanniter, auch auf die besondere Gefahr für Kinder und Senioren hingewiesen. Diese „haben ein trügerisch geringes Durstgefühl und spüren den Flüssigkeitsmangel zu spät“ und sind so eher anfällig für einen Hitzschlag und Sonnenstich. Die Expertin hatte in dem Gespräch auch darauf hingewiesen, dass Babys, Kleinkinder und ältere Menschen – ebenso wie Hunde – auf keinen Fall allein im Auto gelassen werden dürften. Im Innenraum eines PKW können schnell 60 bis 70 Grad herrschen, so dass eine erhöhte Gefahr für Hitzschlag besteht. (ad)

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