Stiftung Warentest: 5 von neun Körperölen gut

Heilpraxisnet
Nicht immer ist der Preis entscheidend: Eines der teuersten Körperöle im Test erhält nur ein „mangelhaft“

26.02.2015

Körperöle gelten unter Kosmetikexperten als besonders pflegend, sofern es sich um hochwertige Produkte handelt. Sie sollen die Haut vor Feuchtigkeitsverlusten schützen. Meist müssen Verbraucher für ein Körperöl tiefer in den Geldbeutel greifen. Stiftung Warentest hat neun Körperöle auf Pflanzenölbasis untersucht. Das teuerste Öl im Test für 25 Euro pro 100 Milliliter wurde nur mit „mangelhaft“ bewertet. „Preiswerte Produkte aus Drogeriemärkten konnten punkten“, teilen die Verbraucherschützer mit.

Testsieger und Testverlierer gehören zu den teuersten Körperölen
In der Gesamtwertung erhielten fünf Körperöle ein „gut“, drei ein „befriedigend“ und eines der Produkte wurde mit der Note „mangelhaft“ bewertet. Letzteres roch den Experten von Stiftung Warentest zufolge „käsig“ und wurde deshalb als verdorben bewertet. Dabei handelte es sich um das teuerste Produkt in der Untersuchung. „Testsieger und Testverlierer zählen zu den teuersten Ölen im Test. Beides sind Arganöle. Arganöl ist rar. Es wird aus den Früchten des Arganbaums aufwändig gewonnen, der nur im Südwesten Marokkos wächst. Der Testsieger mit der Note ‚gut‘ ist ein Bio-Arganöl, ebenso wie der Testverlierer“, schreiben die Verbraucherschützer.

koerperoel-test_680

20 Probanden bewerteten
20 Testerinnen probierten die Körperöle aus und bewerteten sie hinsichtlich ihrer Schutzwirkung vor Feuchtigkeitsverlusten. Zudem wurden die Produkte auf ihre Inhaltsstoffe untersucht. Dabei stellte sich heraus, dass in acht der neun Produkte Mineralölbestandteile enthalten sind. Diese waren jedoch nicht stark verunreinigt. Stiftung Warentest rät Verbauern, bei der Auswahl des richtigen Körperöls auf die Inhaltsliste zu achten. Denn „das Öl, das an erster Stelle angegeben wird, ist der Hauptbestandteil des Produkts“. Manche Hersteller bewerben ihre Öle als Produkte mit besonders hochwertigen Inhaltsstoffen, „die bei genauerer Betrachtung in einigen Fällen jedoch lediglich in geringer Menge enthalten sind.“

Meist wenige Mängel
Bei der Anwendung der Öle fielen den Testerinnen wenig Mängel auf. „Auf der Kleidung hinterließen die Öle im Praxistest keinerlei Flecken und konnten so ein weit verbreitetes Vorurteil widerlegen“, teilen die Verbraucherschützer mit. (ag)

Advertising
: brandtmarke / pixelio.de