Studie: Kälte soll Übergewicht fördern

Heilpraxisnet

Studie: Kälte fördert Übergewicht

10.06.2014

Eine wissenschaftliche Untersuchung der US-amerikanischen University of California in Berkeley zeige, dass Menschen in kälteren Regionen deutlich häufiger Übergewicht haben. Die Fettleibigkeit könne von Vorteil sein, da bei höherem Gewicht weniger Wärme verloren gehe.

Menschen in kälteren Regionen haben häufiger Übergewicht
Kälte scheint schlecht für die Figur zu sein. Wie das Männer-Lifestylemagazin „Men’s Health“ (Ausgabe 7/2014, EVT 11.06.2014) unter Berufung auf eine wissenschaftliche Untersuchung der US-amerikanischen University of California in Berkeley berichtet, haben Menschen in kälteren Regionen der Erde deutlich häufiger Übergewicht als ihre Artgenossen in wärmeren Gefilden. Die Bewohner der kälteren Gegenden haben demnach mehr Firmicutes-Bakterien im Darm, die besonders viel Energie aus der Nahrung spalten, in Fett umwandeln und so für einen besseren Kälteschutz des Körpers sorgen.

Effektive Fettverbrennung in kälteren Regionen wichtig
Neben den Firmicutes- standen auch die Bacteroidetes-Bakterien im Fokus der Untersuchung. Wie sich zeigte, legen Menschen mit einem höheren Firmicutes-Anteil im Darm eher an Gewicht zu. Bereits zuvor hätten Studien gezeigt, dass die Wahrscheinlichkeit für krankhaftes Übergewicht (Adipositas) mit steigendem Anteil von Firmicutes- und schwindendem Anteil von Bacteroidetes-Bakterien zunimmt. Die Wissenschaftler erklärten in den „Biology Letters“ der britischen Royal Society, dass „die effektive Fettverbrennung und die Umwandlung von Nährstoffen“ für „Bewohner von kälteren Regionen wichtiger“ ist als in wärmeren Klimazonen.

Verzicht auf kurzkettige Kohlenhydrate
Aus evolutionärer Sicht mache das Sinn, da bei Lebewesen mit höherem Gewicht weniger Wärme verloren geht. Doch in Zeiten mit geheizten Wohnungen und Fortbewegungsmitteln dürfte dies nicht mehr so bedeutend sein. Den amerikanischen Forschern zufolge sei insbesondere der Verzicht auf sogenannte kurzkettige Kohlenhydrate ein wirksames Mittel gegen diese Speck-Produzenten. Diese Art der Kohlenhydrate sind vor allem in allen möglichen Süßigkeiten, aber auch in Weißbrot massenhaft enthalten. Aber nicht nur im Norden hilft die Reduzierung solcher Lebensmittel gegen Übergewicht. (ad)

Bild: Dieter Schütz / pixelio.de