Studie: Mütter in den Dreißigern bekommen meist intelligentere Kinder

Fabian Peters
Kinder von Müttern in den Vierzigern haben ein erhöhtes Risiko für Fettleibigkeit
Ist die Intelligenz von Kindern abhängig vom Alter, in dem ihre Mutter schwanger geworden ist? Wie wirkt sich das Alter der Mutter genau auf unsere Kinder aus? Diese Fragen versuchten britische Forscher zu beantworten. Ein große Kohortenstudie brachte nun interessante Erkenntnisse. Die Forscher veröffentlichten die Ergebnisse ihrer Untersuchung in dem Fachjournal „Biodemography and Social Biology“.

Frauen, die ihr Kind in einem Alter zwischen 30 und 40 Jahren entbinden, bekommen schlauere Kinder, als Mütter in den Zwanzigern oder den Vierzigern. Zu diesem Ergebnis kamen Forscher von der „London School of Economics“. Die Wissenschaftler stellten in ihrer Untersuchung fest, dass Kinder von Müttern in den Dreißigern die höchsten kognitiven Ergebnisse in ihren Tests erzielten.

Mütter in den Dreißigern kriegen die intelligenteren Kinder. (Bild: Vitorrio/fotolia.com)
Mütter in den Dreißigern kriegen die intelligenteren Kinder. (Bild: Vitorrio/fotolia.com)

Kinder von älteren Müttern besser in kognitiven Tests
Britische Forscher hatten in der langlaufenden Studie etwa 18.000 Kinder beobachtet, um die Auswirkungen des Alters einer Mutter auf ihr Kind zu untersuchen. Dabei konnten die Wissenschaftler feststellen, dass Kinder von Müttern in den Dreißigern in kognitiven Tests besser abschnitten, als die Kinder von jüngeren Müttern und auch geringfügig besser als Kinder von Müttern in den Vierzigern. Außerdem würden die Ergebnisse der Studie zeigen, dass Kinder von Müttern, die 40 Jahre oder älter sind, anfälliger für die Entwicklung von Fettleibigkeit seien, erklärten die Forscher. Der Grund dafür sei, dass ältere Mütter viel weniger mit ihren Kindern spielen als Kinder von jüngeren Müttern, fügten die britischen Mediziner hinzu. Die in der Studie untersuchten Kinder waren fünf Jahre alt.

Reifere Mütter leben meist gesünder und planen Schwangerschaft besser
Mütter, die in den Dreißigern ihr erstes Kind bekommen, seien wahrscheinlich besser ausgebildet und hätten ein höheres Einkommen. Die Wahrscheinlichkeit sei groß, dass solche Mütter intakte, stabile Beziehungen führen und gesünder leben. Diese Mütter würden eher mit der Schwangerschaftsvorsorge beginnen und hätten ihre Schwangerschaft meist viel besser geplant, erklärte die Medizinerin Dr. Alice Goisis gegenüber der Zeitung „Times“.Außerdem würden ältere Mütter meist nicht rauchen, oft selber stillen und Kindern mehr vorlesen, fügte Dr. Goisis hinzu. Die Forscher erläuterten, dass obwohl es eine große Studie war, nur wenig Mütter im Alter von über 40 Jahren teilgenommen hatten. Von den Probandinnen waren nur 53 über 40 Jahre alt. Aus diesem Grund sei noch weitere Forschung notwendig, sagten die Wissenschaftler. Das Durchschnittsalter der Mütter in Großbritannien hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich erhöht. Im Jahr 1980 lag das Durchschnittsalter für Mütter noch bei 24,5 Jahren. In der heutigen Zeit sei das durchschnittliche Alter der Mütter auf 28,1 Jahre gestiegen,erläuterten die Mediziner in ihrer Studie.(as)