Forschungsarbeit: Wohnen am Flughafen macht dick

Sebastian

Wohnen in Flughafennähe macht dick

07.05.2014

Den Ergebnissen einer neuen Studie zufolge, haben Menschen, die in der Nähe eines Flughafens wohnen, ein größeres Risiko, dick zu werden. Mit einem Anstieg des Fluglärm-Pegels nahm auch der Taillenumfang zu.

Wohnen in Flughafennähe macht dick
Menschen, die in der Nähe eines Flughafens wohnen, laufen Gefahr, dick zu werden. Dies habe eine neue Studie ergeben. Demnach nehme der Taillenumfang mit einem Anstieg des Lärmpegels um fünf Dezibel im Durchschnitt um 1,5 Zentimeter zu, sodas zentrale Ergebnis einer Untersuchung von Wissenschaftlern des schwedischen Karolinska-Instituts in Stockholm. Der Effekt sei auf eine verstärkte Ausschüttung von Stresshormonen wegen des Lärms – insbesondere Cortisol – zurückzuführen.

Fluglärm verursacht gesundheitliche Probleme
Für die Studie waren 5.000 Probanden nahe der schwedischen Hauptstadt über einen Zeitraum von acht bis zehn Jahren kontinuierlich untersucht. Die Messergebnisse wurden in Relation zur Entwicklung des vom Geräuschpegel des nahegelegenen Flughafens gesetzt. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Forscher in der Fachzeitschrift „Environmental Health Perspectives“. Auch ältere Untersuchungen hatten bereits ergeben, dass mit Fluglärm gesundheitliche Probleme einher gehen können.

Höheres Schlaganfall-Risiko
So hatten etwa Wissenschaftler aus Großbritannien und den USA einen Hinweis darauf gefunden, dass die Bewohner der Umgebung des Londoner Flughafens Heathrow ein bis zu 25 Prozent erhöhtes Risiko haben, im Laufe ihres Lebens herzkrank zu werden oder einen Schlaganfall zu erleiden. Studien hätten zudem einen biologischen Zusammenhang zwischen nächtlichem Fluglärm und Bluthochdruck nachgewiesen. Der menschliche Körper reagiert auf Lärm mit Stress, was in der Folge zu Konzentrationsschwierigkeiten, Schlafstörungen oder einer allgemeinen Schwächung des Immunsystems führen kann. (sb)

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