Studie zu Volkskrankheiten

Heilpraxisnet

Langzeitstudie „Nationale Kohorte“ untersucht insgesamt 200.000 Männer und Frauen

08.08.2014

Im Rahmen einer Langzeitstudie zu Volkskrankheiten sollen in den nächsten Jahren rund 200 000 Menschen bundesweit ärztlich untersucht werden. Dabei soll unter anderem aufgeklärt werden, welchen Einfluss Gene, Umweltbedingungen oder der Lebensstil auf die Entstehung von Volkskrankheiten wie Diabetes, Krebs, und Herz-Kreislauferkrankungen haben. Durchgeführt wird die Studie mit dem Namen „Nationale Kohorte“ von 23 Universitäten und außeruniversitären Einrichtungen wie z.B. den Zentren der Helmholtz-Gemeinschaft.

Untersuchungen sollen neue Erkenntnisse zu Entstehung von Volkskrankheiten bringen
Wie der Verein „Nationale Kohorte e.V.“ aktuell berichtet, werden im Laufe der nächsten Jahre 200.000 Männern und Frauen zwischen 20 und 69 Jahren aus ganz Deutschland medizinisch untersucht und nach Lebensgewohnheiten wie beispielsweise körperlicher Aktivität, Rauchen und Ernährung befragt. Wie Daniel Tiller, stellvertretende Studienzentrumsleiter, gegenüber der Nachrichtenagentur „dpa“ erklärte, würden die Probanden dabei unter anderem gewogen und gemessen, zudem würden Blutproben genommen und die Bio-Funktionen getestet werden. Allein 10 000 Teilnehmer kämen aus Halle und Umgebung, so Tiller weiter.

Studie soll „herausragende Basis für die zukünftige epidemiologische Forschung“ schaffen
Ziel der Studie mit dem Namen „Nationale Kohorte“ sei es laut dem Verein „Nationale Kohorte e.V.“ über einen Zeitraum von mehr als 20 Jahren neue Erkenntnisse über den Einfluss von genetischen Faktoren, Umweltbedingungen, sozialem Umfeld und Lebensstil auf die Entstehung von Volkskrankheiten wie z.B. Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Krebs zu gewinnen. Damit würde „eine herausragende Basis für die zukünftige epidemiologische Forschung in Deutschland geschaffen. Die Ergebnisse dieser Studie werden neue Möglichkeiten zur Prävention, Vorhersage und Früherkennung der wichtigsten Volkskrankheiten ermöglichen“, so die Mitteilung des Vereins. Organisiert wird die „Nationale Kohorte“ von einem Forschungsnetzwerk, an dem sich diverse Universitäten sowie außeruniversitäre Einrichtungen wie die Helmholtz- und Leibniz-Gemeinschaft beteiligen. (nr)

Bild: Henrik Gerold Vogel / pixelio.de