Studien: Warum Eisenmangel Herzinsuffizienz verschlimmert

Die Selbstheilung nach einem Herzinfarkt wird maßgeblich durch Neutrophile Granulozyten gesteuert. (Bild: igor/fotolia.com)
Heilpraxisnet
Menschen mit Herzinsuffizienz leiden häufig an einem Eisenmangel. Wenn sie dann mit Eisen behandelt werden, fühlen sie sich besser, sind belastbarer, müssen seltener ins Krankenhaus und leben womöglich länger. Wissenschaftler haben nun herausgefunden, warum das so ist. Sie konnten zeigen, welche positiven Effekte eine Therapie mit Eisen hat und warum Eisen so wichtig für die Funktion des Herzens ist.

Seit einigen Jahren weiß man, dass bereits ein leichter Eisenmangel bei Herzinsuffizienz nachteilig ist, selbst wenn noch keine Blutarmut (Anämie) vorliegt. Bei Eisenmangelanämie können nicht genug rote Blutkörperchen gebildet werden, die den Sauerstoff im Körper transportieren. Hier ist es offensichtlich, dass man schnell müde wird und körperlich schlechter belastbar ist. Eisen ist aber nicht nur für den Sauerstofftransport wichtig, sondern wird auch in den Kraftwerken der Zelle, den Mitochondrien, benötigt. Bei Eisenmangel können die Mitochondrien weniger Energie produzieren. Gerade der Herzmuskel ist aber für seine Pumpfunktion auf eine hohe Energiezufuhr angewiesen.

 (Bild: Kzenon/fotolia.com)
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Um herauszufinden, wie der Eisenhaushalt in Herzmuskelzellen reguliert wird, haben Forscher sogenannte Irp-Proteine in Herzmuskelzellen ausgeschaltet. Irp-Proteine regulieren den Eisengehalt der Zelle. Werden Irp-Proteine inaktiviert, kann weniger Eisen in die Zelle aufgenommen werden. Für lebenswichtige Stoffwechselvorgänge steht nicht mehr genügend Eisen zur Verfügung, die Mitochondrien können dann schlechter arbeiten.

Mäuse, bei denen die Irp-Proteine ausgeschaltet wurden, entwickelten einen Eisenmangel im Herzen, nicht jedoch im Blut und in anderen Organen. Unter Ruhebedingungen merkte man den Tieren nichts an, doch bei körperlicher Belastung konnten ihre Herzen die Pumpfunktion nicht steigern; nach Herzinfarkt entwickelten die Tiere eine ausgeprägte Herzinsuffizienz. Ursache war eine zu geringe Energieproduktion in den Mitochondrien. Als die Forscher den Mäusen Eisen verabreichten, konnten diese ihre Eisenspeicher im Herzen auffüllen, die Herzmuskelzellen produzierten wieder ausreichend Energie, und die Herzfunktion normalisierte sich.

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