Studien zur Mukositis: Natürlicher Kamillenextrakt und Pfefferminzöl können lindern

Sebastian
Eine der häufigsten Nebenwirkungen einer Chemotherapie ist die orale Schleimhautentzündung. Eine Mundspülung aus Kamillenextrakt (Chamomilla recutita) und Pfefferminzöl (Mentha piperita) können die Dauer der Entzündung und das Ausmaß reduzieren. Das ergab eine Studie aus dem Iran.

(Bild: Africa Studio/fotolia.com)

Eine entzündete Mundschleimhaut beieinträchtigt die Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme. Wissenschaftler untersuchten nun die Wirkung einer Mundspülung aus Kamillenextrakt (Chamomilla recutita) und Pfefferminzöl (Mentha piperita) bei Mukositis.Die erwachsenen Patienten waren alle chemotherapeutisch auf eine Stammzellentransplantation vorbereitet worden.

Sie spülten im Rahmen der Studie dreimal täglich den Mund nach den Mahlzeiten mit der Kräuter-Spülungen und zwar in Ergänzung zur Routinebehandlung. Die Schleimhautentzündung konnte zwar nicht verhindert werden, aber das Ausmaß sowie die Dauer der Entzündung war signifikant niedriger als in der Kontrollgruppe, die Placebo erhalten hatte.

Die Teilnehmer der Verum-Gruppe hatten zudem weniger Schmerzen und litten seltener an Geschmacksstörungen und Mundtrockenheit. Auch brauchten sie weniger zusätzliche Medikation mit anderen schmerz- und entzündungshemmenden Arzneien.