Süße Trockenfrüchte: Kalorienreich, aber äußerst gesunder Snack

Alfred Domke
Wertvolle Nährstoffe: Trockenfrüchte sind kalorienreich und gesund zugleich
Man muss nicht immer gleich zu Schokolade oder Keksen greifen, wenn einen der Heißhunger auf Süßes packt. Eine wesentlich gesündere Alternative ist getrocknetes Obst. Allerdings hat dies auch relativ viele Kalorien.

Gesunde Trockenfrüchte für unterwegs
Als Snack für die Wanderung oder für den Energieschub in der Arbeitspause: Trockenfrüchte sind einfach zu transportieren und daher manchmal besser geeignet als frisches Obst. Auch in der Küche kommt Dörrobst zum Einsatz und ist oft wichtiger Bestandteil diverser Back- und Kochrezepte. So passen getrocknete Früchte hervorragend in warmen Getreidebrei zum Frühstück. Man tut damit auch seinem Körper etwas Gutes: Trockenfrüchte fördern die Gesundheit. Sie haben aber auch einen kleinen Nachteil.

Trockenfrüchte sind zwar kalorienreicher als frisches Obst, enthalten aber sehr hohe Konzentrationen von Mineralstoffen, Spurenelementen und Ballaststoffen. (Bild: Brent Hofacker/fotolia.com)

Ein Kilo Apfelringe aus zehn Kilo Äpfeln
Getrocknetes Obst ist deutlich kalorienreicher als frische Früchte, erklärt der Verbraucherservice Bayern: „Aus zehn Kilo Äpfeln erhält man etwa ein Kilo Apfelringe, bei Aprikosen schrumpft die Masse auf ein Sechstel, bei Pflaumen beträgt das Verhältnis 3:1. Gleichzeitig steigt der Zuckergehalt auf 60 bis 70 %“, schreiben die Experten auf ihrer Webseite.

Mineralstoffe bleiben bei der Trocknung erhalten
Aber sie enthalten immer noch viele gesunde Nährstoffe: Beim Trocknungsvorgang wird zwar das empfindliche Vitamin C zum großen Teil zerstört, aber andere Vitamine und vor allem die Mineralstoffe bleiben erhalten“, schreibt der Verbraucherservice.

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In Trockenobst sind deshalb sehr hohe Konzentrationen von Mineralstoffen, Spurenelementen und Ballaststoffen zu finden.

Zucker gelangt nicht so schnell ins Blut
So enthalten etwa getrocknete Aprikosen besonders viel Eisen, knapp vier Milligramm auf hundert Gramm. Und bei Feigen ist der Calciumgehalt besonders hoch: Bereits eine Handvoll deckt ein Viertel des Tagesbedarfs. Getrocknete Papaya sind besonders reich an Kalium und Phosphor.

Wichtig zu wissen: „Der fruchteigene Zucker liefert Energie für Nerven und Muskeln.“ Der Zucker gelangt – anders als bei Süßigkeiten – nicht so schnell ins Blut. Dadurch steigt der Blutzuckerspiegel langsam an und sättigt länger.

Geschwefelte Früchte nicht für alle Menschen geeignet
Beim Kauf von getrockneten Früchten sollte man auf die Zusatzstoffe achten. Trockenobst wird häufig geschwefelt, weshalb B-Vitamine (insbesondere B1 und Folsäure) zerstört werden. Außerdem ist Schwefel für empfindliche Menschen mit Hautallergien und mit Asthma bedenklich. Die Schwefelung muss auf der Packung angegeben werden. (ad)