Süßkartoffeln: Viele Gründe, warum die Knolle sehr gesund und bekömmlich ist

Sebastian
Süßkartoffeln: Viele gute Gründe, die für die gesunde Knolle sprechen
Während die Süßkartoffel in vielen Teilen der Welt seit langem zu den Grundnahrungsmitteln zählt, wurde sie hierzulande oft nur als Zierpflanze angebaut. Mittlerweile wird das Gemüse jedoch als regelrechtes „Powerfood“ immer beliebter. Ernährungsexperten, Foodblogger, Hobbyköche und Koch-Profis haben genügend Gründe, die für die gesunde Knolle sprechen.
Süßkartoffeln sind äußerst nährstoffreich
Süßkartoffeln, die auch Batate genannt werden, sind inzwischen nicht mehr nur in den Gemüsetheken von Bioläden sondern zusehends auch in gut sortierten Supermärkten zu finden. Eigentlich sind sie gar keine Kartoffeln. Während die üblichen Kartoffeln zu den Nachtschattengewächsen gehören, ist die Süßkartoffel ein Windengewächs. Das Gemüse, ehemals ein exklusiver Exot, wird immer populärer. Dass es dafür viele gute Gründe gibt, bestätigte auch die US-amerikanische Verbraucherschutzorganisation „Center for Science in the Public Interest“ (CSPI).

Die Organisation, die vor wenigen Monaten für weltweites Aufsehen gesorgt hat mit einem Video, dass zeigt, wie gefährlich Cola und Softdrinks sind, kürte die Süßkartoffel zum nährstoffreichsten Gemüse.

Sehr gesund und vielseitig verwendbar. Bild: karepa - fotolia
Sehr gesund und vielseitig verwendbar. Bild: karepa – fotolia

Vitamine und Mineralstoffe
In der Tat sind in Süßkartoffeln zahlreiche Vitamine und Mineralstoffe enthalten. In der Vergangenheit interessierten sich Forscher insbesondere für die Substanz Caiapo, die hauptsächlich in der Schale der Batate enthalten ist. Untersuchungen zufolge verbesserten sich durch diesen Stoff die Cholesterinwerte und der Blutzuckerspiegel von Diabetes-Patienten. In einem Beitrag des Internetportals „20min.ch“ sind noch weitere Vorteile aufgelistet. So enthält die Batate auch viele gesunde sekundäre Pflanzenstoffe. Ihre rosarote bis gelborange oder violette Färbung verdankt die Süßkartoffel Antioxdantien wie den Carotinoiden und Anthocyanen, die auch entzündungshemmend wirken.

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Powerfood für Schwangere
Aufgrund ihres erhöhten Ballaststoffgehalts ist die Batate zudem ein guter Sattmacher. Dem Portal zufolge sind sie wegen dem hohen Kalium-Anteil hilfreich bei der Vermeidung von Herzerkrankungen. Für werdende Mütter sind sie das ideale Powerfood. Bei der Frage, was in der Schwangerschaft auf den Speiseplan darf, antworten viele Ernährungsberater: Auf jeden Fall Süßkartoffeln. Sie enthalten sehr viel Folat (natürliche Folsäure), das für die gesunde Entwicklung von Embryozellen und Embryonalgewebe unverzichtbar ist.

Wegen dem hohen Gehalt an Vitamin C sowie Beta-Carotin ist das Gemüse zudem ein hervorragender Beitrag, um das Immunsystem zu stärken. Da der menschliche Körper bei Stress Kalium verbraucht, kann man mit reichlich Süßkartoffeln wieder Vorräte auffüllen und so die Nerven stärken. Es gibst noch weitere gute Gründe, sich ausreichend mit dem wichtigen Mineralstoff zu versorgen: Neben Magnesiummangel ist Kaliummangel einer der Hauptgründe für Krämpfe und Muskelverletzungen.

Knolle schmeckt selbst roh lecker
Doch nicht nur gesundheitliche Argumente sprechen für Süßkartoffeln. Sie schmecken einfach köstlich und lassen sich in unzähligen Varianten zubereiten. Selbst in roher Form sind sie – wundervoll süß – zu genießen. Man kann sie im Ofen backen, grillen oder zu Süßkartoffel-Pommes verarbeiten. Je nach Gericht, lässt sich das Gemüse mit etwas Salz, Koriander, Ingwer, Kokosöl, Chili oder ein paar Limettenspritzern verfeinern. Übrigens gilt für Batate genauso wie für die herkömmliche Knolle, dass die Kartoffeln-Schale mitgegessen werden kann.

Beim Einkauf sollte darauf geachtet werden, dass Süßkartoffeln keine feuchten oder weichen Stellen haben. Dies könnte ein Hinweis auf Keimansätze sein. Kleine bis mittelgroße Knollen sind meist zart, dicke eher faserig. Süßkartoffeln sollten nicht im Kühlschrank, sondern bei Raumtemperatur an einem luftig-trockenen, lichtgeschützten Platz gelagert werden. Bei optimaler Lagerung halten sie mindestens zwei bis drei Wochen. (ad)