Jeden Tag Waschen der Haare schadet der Kopfhaut

Fabian Peters
Kopfhaut und Haare könne durch häufiges Waschen Schaden nehmen
Haare und Kopfhaut reagieren bei vielen Menschen empfindlich auf das tägliche Waschen. Hautirritationen und Schädigungen der Haare sind hier mögliche Folgen. Die Betroffenen leiden vermehrt unter Beschwerden wie Kopfjucken, Haarbruch oder Haarausfall. Tatsächlich brauchen die Haare keine tägliche Wäsche und diese könne sogar schädlich sein, berichtet die Nachrichtenagentur „dpa“ unter Berufung auf Jens Dagné von der Friseurvereinigung Intercoiffure Deutschland.

„Unnötiges Waschen kann zur Irritation der Talgdrüsen führen und ungewollte Reaktionen auslösen“ wird Dagné von der „dpa“ zitiert. Der Experte empfiehlt daher, das Kopfhaar lediglich alle zwei bis drei Tage zu waschen, auch wenn möglicherweise der Haaransatz bereits nach einem Tag leicht fettig erscheint. Ein Problem, warum die Haare öfter gewaschen werden, sei ja meist der „platte Ansatz“, der darauf zurückgehe, dass die Haare hier viel schneller fettig werden als an den Spitzen. Dies lasse sich allerdings herauszögern.

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Zu häufiges Haare waschen schädigt die Kopfhaut. (Bild: somjring34/fotolia.com)

Tricks gegen den fettigen Haaransatz
Beispielsweise könne ein Schaum für mehr Volumen in das feuchte Haar gezielt auf die Ansätze gesprüht werden, wodurch der Haaransatz nicht so schnell nachfette, berichtet Dagné. Für feines Haar sei auch ein Volumenpuder geeignet, dass auf den Haaransatz gestreut und verrieben wird. Spezielles Volumen-Styling lasse sich gegen den fettigen Ansatz bei feinem, stufigen Haar verwenden. Mit diesen Tricks könne „die Haarwäsche mindestens einen Tag später erfolgen“, zitiert die „dpa“ den Experten. Bei zwischenzeitigem Sport oder starker Schweißbildung, sollte die Haarwäsche allerdings natürlich nicht verschoben werden, so Dagné weiter.

Natürliche Haarpflege
Insbesondere die Inhaltsstoffe der Shampoos können bei übermäßigem Gebrauch zu Beeinträchtigungen der Kopfhaut und Haare führen. Hier setzt die Naturheilkunde daher auf eine Natürliche Haarpflege mit Hilfe von Hausmitteln wie Zitronen, Apfelessig oder Grünem Tee. Für die unterschiedlichen Haar- und Kopfhauttypen stehen dabei verschiedene Mittel zur Verfügung. So kennt die Naturheilkunde spezielle Hausmittel gegen fettige Haare, Hausmittel gegen trockene Haare und zahlreiche unterschiedliche Möglichkeiten zur Linderung der Beschwerden bei Hautirritationen oder Schädigungen der Haare. (fp)