Tetanus-Impfung unbedingt nach zehn Jahren auffrischen

Tetanus kann unter Umständen lebensbedrohlich verlaufen. Eine Impfung kann vor der gefährlichen Infektionskrankheit schützen. Dafür muss sie regelmäßig aufgefrischt werden. (Bild: Kzenon/fotolia.com)
Alfred Domke
Wundstarrkrampf: Tetanus-Impfung alle zehn Jahre auffrischen
Tetanus ist gefährlich: Schon Bagatellverletzungen können diese Infektionskrankheit auslösen, die die muskelsteuernden Nervenzellen schädigt und unter Umständen lebensbedrohlich verlaufen kann. Experten empfehlen eine regelmäßige Auffrischung der Impfung.

Schon kleine Verletzungen können gefährlich werden
Tetanus ist eine bakterielle Infektionskrankheit, die weltweit verbreitet ist. Wenn die Erreger in den Körper gelangen, können sie den lebensbedrohlichen Wundstarrkrampf (Tetanus) auslösen. Die Sporen des Bakteriums finden sich unter anderem im Erdboden, Straßendreck sowie in Darm-Ausscheidungen von manchen Wiederkäuern. Schon durch Bagatellverletzungen wie etwa bei kleinen Splittern oder bei der Gartenarbeit besteht die Gefahr, an Tetanus zu erkranken.

Tetanus kann unter Umständen lebensbedrohlich verlaufen. Eine Impfung kann vor der gefährlichen Infektionskrankheit schützen. Dafür muss sie regelmäßig aufgefrischt werden. (Bild: Kzenon/fotolia.com)
Tetanus kann unter Umständen lebensbedrohlich verlaufen. Eine Impfung kann vor der gefährlichen Infektionskrankheit schützen. Dafür muss sie regelmäßig aufgefrischt werden. (Bild: Kzenon/fotolia.com)

Erkrankung kann lebensbedrohlich verlaufen
„Eine Infektion erfolgt durch das Eindringen von Bakterien-Sporen durch Wunden in den Körper, wenn gleichzeitig kein Impfschutz vorliegt“, erläutert Dr. Frank Bergmann vom Berufsverband Deutscher Nervenärzte (BVDN) mit Sitz in Krefeld auf dem Informationsportal „Neurologen und Psychiater im Netz“.

„Unter dem Ausschluss von Sauerstoff vermehrt sich das Bakterium und sondert Giftstoffe ab. Diese Toxine schädigen die muskelsteuernden Nervenzellen oder auch das Herz und die Erkrankung kann unter Umständen lebensbedrohlich verlaufen“, so der Mediziner.

Impfschutz alle zehn Jahre erneuern
Den Angaben zufolge dauert die Inkubationszeit zwischen drei Tagen und drei Wochen und kann in seltenen Fällen auch mehrere Monate betragen. „Die Hauptsymptomatik des Tetanus sind Muskelkrämpfe, die mit Schmerzen und Steifigkeit im Mittel etwa acht Tage nach der Infektion auftreten“, erklärt Dr. Bergmann.

Die einzige Möglichkeit zur Vorbeugung dieser Infektionserkrankung ist die Tetanus-Impfung, die von der Ständigen Impfkommission (STIKO) für alle Säuglinge, Kinder und Jugendlichen sowie für alle Erwachsenen empfohlen wird. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten. Nach einer überstandenen Erkrankung ist man nicht gegen Tetanus immun. Erwachsene sollten ihren Impfschutz alle zehn Jahre erneuern. (ad)

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