Therapieansatz: Rotwein verbrennt Fettzellen

Heilpraxisnet

Hilft Rotwein beim Abnehmen?

10.02.2015

US-amerikanische Forscher haben festgestellt, dass Rotwein beim Abnehmen helfen kann, zumindest bei Mäusen. Außerdem werde dadurch die Leberfunktion verbessert. Die Ergebnisse schüren neue Hoffnungen auf den Einsatz von Wein als Therapeutikum.

Rotwein unterstützt die Fettverbrennung
US-amerikanische Forscher der Oregon State University haben einem Bericht des „Focus“ zufolge herausgefunden, dass ein Glas Rotwein oder Traubensaft die Fettverbrennung unterstützen und daher bei einer Diät helfen können. Demnach berichtet die „Daily Mail“, dass die in Trauben enthaltene Ellagsäure den Stoffwechsel des Menschen anregt und dabei helfen soll, Krankheiten vorzubeugen. Professor Neil Shay erklärte, dass die Säure in den Trauben das Wachsen von schon existierenden Fettzellen verlangsame und das Entstehen neuer verhindere.

Versuche mit Mäusen
„Durch die Förderung der Fettverbrennung, besonders in der Leber, könnten diese pflanzlichen Stoffe die Leberfunktion bei übergewichtigen Menschen verbessern“, so der Professor. Das Team um Shay führte ein Experiment mit Mäusen durch, die über zehn Wochen übermäßig gefüttert wurden und wenig Bewegung hatten. Den Forschern zufolge entwickelten die Tiere eine Fettleber und zeigten Anzeichen von Diabetes, ähnlich wie übergewichtige Personen mit bewegungsarmer Lebensweise. Eine Maus, der zusätzlich zum übermäßigen Futter auch das Extrakt aus der Traube verabreicht wurde, entwickelte weniger Fettzellen in der Leber als die normal gefütterten Mäuse und hatte einen niedrigeren Blutzucker-Spiegel.

Hoffnung auf Einsatz von Wein als Therapeutikum
Auch wenn die Wirkung von Rotwein auf Fettzellen neue Hoffnung auf den Einsatz von Wein als Therapeutikum schürt, handele es sich aber natürlich nicht um ein „Wunder-Rezept“ zum Abnehmen, wie die Wissenschaftler betonten. Sie wollen ihre Forschungen noch vertiefen. „Auch wenn die Versuche in vitro und Tierstudien vielversprechend sind, kann die Wirkungsweise im Menschen nicht vorhergesagt werden“, wird der Studienleiter in einer Mitteilung von „pressetext.com“ zitiert.

Gesundheitsfördernde Wirkung mäßigen Rotweinkonsums
Die bislang entdeckten gesundheitsfördernden Effekte mäßigen Rotweinkonsums werden in erster Linie dem Resveratrol zugeschrieben. So wurde dem Rotwein-Inhaltsstoff in Studien positive Effekte bei Krankheiten wie Arterienverkalkung (Arteriosklerose), Alzheimer, Arthritis oder Herzkrankheiten bescheinigt. Im vergangenen Jahr gewannen Wissenschaftler der Universitätsmedizin Mainz in Kooperation mit Wissenschaftlern der Universität Jena und der Universität Wien ihren eigenen Angaben zufolge bessere Erkenntnisse darüber, wie Resveratrol die Bildung von Entzündungsfaktoren hemmt, die Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie einen Herzinfarkt auslösen. Eine Untersuchung aus den USA zeigte zudem, dass Resveratrol in Zellen ein Schutzprogramm gegen Stress aktiviert. Resveratrol ist auch als Zutat im Rotweinextrakt als Nahrungsergänzung auf dem Markt. (ad)

Bild: Timo Klostermeier / pixelio.de