Thrombose – Ein stilles, aber oftmals tödliches Gesundheitsrisiko

Fabian Peters

Welt-Thrombose-Tag 2017 klärt auf

Das Risiko einer Thrombose wird von vielen Menschen sträflich unterschätzt. Nicht alle Betroffenen wissen, dass Thrombosen zu einer tödlichen Lungenembolie führen können. Experten der Deutschen Gesellschaft für Angiologie e.V. (DGA) informieren am 13. Oktober 2017 beim Welt-Thrombose-Tag unter der Schirmherrschaft von Bundesminister Hermann Gröhe über aktuelle Trends in der Diagnostik und Therapie von Thrombosen und Lungenembolien.

Thrombosen werden von Ärzten und Patienten oft nicht erkannt oder unterschätzt, warnt Prof. Dr. Rupert Bauersachs, wissenschaftlicher Leiter Aktionsbündnis Thrombose. Denn jährlich sterben etwa 100.000 Menschen in Deutschland an den Folgen einer Lungenembolie. Nicht wenige dieser Fälle hätten verhindert werden können, wenn die Betroffenen besser über die gefährlichen Gefäßverschlüsse informiert gewesen wären.

Wenn das Bein anschwillt und schmerzt, kann dies auf eine Thrombose hinweisen. (Bild: hriana/fotolia.com)

Wie erkenne ich eine Thrombose?

Manche Mediziner bezeichnen die Thrombose als „lautlose Gefahr“, weil die Symptome und Risikofaktoren schwer oder gar nicht bemerkt, beachtet oder behandelt werden. Klassische Warnsignale sind Schwellungen und Spannungsgefühle am ganzen Bein oder an Teilen des Beins, wie Fußknöchel oder Unterschenkel. Auch eine bläuliche Verfärbung der Beinhaut kann ein Thrombose-Symptom sein. Des Weiteren können Schmerzen in der Wade beim Auftreten oder eine ungewöhnliche Wärmeentwicklung im betroffenen Bein auf einen Gefäßverschluss hindeuten. Besondere Vorsicht gilt, wenn dazu noch eine Atemnot auftritt. Dies kann auf eine Lungenembolie hinweisen.

Welche Menschen haben ein erhöhtes Risiko?

Nicht nur ältere Menschen haben ein erhöhtes Thrombose-Risiko. Auch längeres Liegen oder Sitzen, beispielsweise im Krankenhaus oder auf einem Langstreckenflug, steigert die Wahrscheinlichkeit. Zusätzliche Gefahr haben Menschen mit einer Herzschwäche, Krebskranke und Menschen, die sich kürzlich einer Operation unterzogen. Weitere Faktoren sind Veränderungen im Hormonhaushalt, wie zum Beispiel aufgrund Schwangerschaften oder der Einnahme von Hormonpräparaten, Erkrankungen mit Entzündung und Fieber sowie chronischen Atemwegserkrankungen. (fp)