Ratgeber gegen den Faschingskater

Heilpraxisnet

Fasching, Karneval, Fastnacht: Tipps gegen den Kater

17.02.2015

„Am Aschermittwoch ist alles vorbei“, lautet ein altes deutsches Karnevalslied. Doch ganz vorbei ist es für viele Feiernde dann noch nicht. Der Aschermittwoch beginnt bei ihnen mit üblen Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und Erbrechen. Einige Tipps können gegen den Faschingskater helfen.

Im Karneval wird meist viel Alkohol konsumiert
Aschermittwoch beginnt für viele Menschen mit schlimmen Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und Erbrechen. Häufigkommen auch noch eine Gastritis (Magenschleimhautentzündung) und Appetitlosigkeit hinzu. Egal ob Karnevalsumzüge, Faschingsfeiern oder Fastnacht-Veranstaltungen: Meist ist viel Alkohol im Spiel. Um nach der fünften Jahreszeit nicht in einem Jammertal zu enden, gibt es bereits im Vorfeld Möglichkeiten, das Risiko für einen Kater zu minimieren und im Akutfall können manchmal einige Hausmittel hilfreich sein.

Fett- und kalorienreiches Essen vor dem Feiern
So raten manche Ernährungsexperten vor dem Feiern zu einem fett- und kalorienreichen Essen, damit der Verdauungstrakt nicht überstrapaziert wird und der Kopf nicht zu sehr schmerzt. Alkohol sollte keinesfalls auf leeren Magen und möglichst auch nicht durcheinander getrunken werden. Als gute Grundlage eignen sich Nudelgerichte, Thunfisch in Öl oder Bratkartoffeln. Beim Feiern gilt dann die Grundregel, dass auf jedes alkoholische Getränk ein Glas Mineralwasser folgt. Dies reduziert die Alkoholaufnahme, und der Körper trocknet nicht aus. Zudem sind Snacks wie Nüsse, Käsehappen oder eine kräftige Suppe zwischendurch empfehlenswert.

Mangel an Wasser und Mineralstoffen bereitet Kopfschmerzen
Hauptverursacher der Kopfschmerzen und des Nachdurstes am Morgen danach ist der Mangel an Wasser und Mineralstoffen. Kohlensäurehaltige oder zuckerreiche Getränke wie Cocktails und Liköre, bei denen der Alkohol besonders schnell in der Blutbahn zirkuliert, wirken besonders heftig. Zwar wird Alkohol vom Körper schnell aufgenommen, doch nur langsam abgebaut. Etwa zweieinhalb Stunden benötigt ein 80 Kilogramm schwerer Mann, um 20 Gramm Alkohol abzubauen. Das entspricht rund einem halben Liter Bier, einem Viertelliter Wein oder drei Gläsern Schnaps.

Sauer-salziges Katerfrühstück
Doch auch trotz solcher Vorsichtsmaßnahmen beginnt der Aschermittwoch häufig mit gesundheitlichen Beschwerden wie Übelkeit, Kopfschmerzen und Schwindel. Diese bekämpft man am Besten mit viel Mineralwasser, Fruchtsaftschorlen und einem sauer-salzigen und wasserreichen Katerfrühstück. Als Hausmittel bei Kopfschmerzen sind ein herzhafter Sauerkrauteintopf, Bratheringe, Oliven, Salzgebäck und saure Gurken oft besser als Medikamente. So fördert die Säure den Alkoholabbau, das Salz ersetzt verlorene Mineralstoffe, und die scharfen Gewürze sind gut zum Verdauung anregen. Als Hausmittel gegen Übelkeit bieten sich Tees, wie beispielsweise Kamillentee an. Dr. Ursula Marschall, leitende Medizinerin bei der Barmer GEK, meint Presseberichten zufolge, dass Bewegung an der frischen Luft am besten gegen Kater hilft. (ad)

Bild: Rudolpho Duba / pixelio.de