Tote Amsel mit Usutu-Virus in NRW entdeckt

Astrid Goldmayer

13.07.2012

Wie Behörden berichten, ist eine Amsel aus Nordrhein-Westfalen am Usutu-Virus gestorben, das neben Vögel auch Säugetiere und Menschen befallen kann. Das teilte das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNI) in Hamburg am Freitag mit. Im vergangenen Sommer hatte das Usutu-Virus ein Massensterben von Amseln im Südwesten Deutschlands verursacht.

Erneutes Massensterben von Amseln durch Usutu-Virus befürchtet
Im NRW wurde erstmals eine Amsel entdeckt, bei der das nach einem Fluss in Swasiland, Afrika, benannte Usutu-Virus nachgewiesen wurde. Experten befürchten nun einen ähnlichen Ausbruch der Erkrankung wie im letzten Sommer. Damals kam es im Südwesten Deutschlands zum Massensterben von Amseln. Die Usutu-Viren könnten nun auch weitere Bundesländer erfassen, wie Jonas Schmidt-Chanasit, Virologe am BNI, erklärte. In Rheinland-Pfalz wurden bereits sechs infizierte Amseln gefunden.

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Während das Virus bei Vögel häufig tödliche Infektionen auslöst, kann es auch bei älteren und immungeschwächten Menschen einen schweren Verlauf nehmen. Die Infektion geht typischerweise mit Fieber, Hautausschlägen und Kopfschmerzen einher. Im schlimmsten Falle kann sich eine Gehirnentzündung (Enzephalitis) entwickeln. (ag)

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Bild: Jens Bredehorn / pixelio.de