Trend: Weniger jugendliche Komasäufer

Heilpraxisnet

Positiver Trend: Weniger jugendliche Komasäufer

05.01.2015

Das neue Jahr beginnt mit der Nachricht über einen positiven Trend: Das sogenannte Komasaufen ist bundesweit bei Jugendlichen und Kindern mittlerweile offenbar weniger populär als in der Vergangenheit. Doch das Rauschtrinken bleibt ein Problem.

Exzessiver Alkoholkonsum bei Jugendlichen rückläufig
In den vergangenen Jahren hat das sogenannte Komasaufen für große Aufregung gesorgt. Die Sorge um die Mädchen und Jungen, die sich während ihrer Pubertät bis hin zur Alkoholvergiftung betrinken, war und ist groß. Nun zeigen jedoch bislang unveröffentlichte Zahlen der Statistischen Landesämter der verschiedenen Bundesländer, dass der exzessive Alkoholkonsum bei Jugendlichen rückläufig ist. Allerdings trifft dies nicht auf alle Regionen der Republik zu. Die bundesweite Präventionskampagne „bunt statt blau“ wird auch in diesem Jahr fortgeführt.

Weniger Jugendliche mit Alkoholvergiftung im Krankenhaus
Wie unterschiedlich die Entwicklung ausfallen kann, zeigt sich unter anderem an zwei Beispielen. So wird aus dem bayerischen Regensburg gemeldet, dass dort 2013 insgesamt 145 Kinder und Jugendliche aus Stadt oder Landkreis mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus landeten. Den Angaben der DAK-Gesundheit zufolge sank die Zahl im Vergleich zu 2012 um 13,2 Prozent. Allerdings gab es in den vergangenen zwölf Jahren immer noch eine Steigerung von 154,4 Prozent. „Es ist erfreulich, dass sich bundesweit beim Rauschtrinken eine erste Trendwende abzeichnet. Ich hoffe, dass sich diese positive Entwicklung auch bei uns langfristig bestätigt“, so Konrad Dörrmann, Leiter der DAK-Gesundheit in Regensburg, in einer Mitteilung.

Bundesweit zu beobachtende Trendwende
Aus einem anderen Teil Bayerns wird über einen negativen Trend berichtet. So landeten im Landkreis Main-Spessart 2013 mehr jugendliche Komasäufer in einer Klinik als im Vorjahr. Aktuellen Informationen der DAK-Gesundheit zufolge kamen 41 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus. Im Vergleich zu 2012 stieg die Zahl somit um 2,5 Prozent. In den vergangenen zwölf Jahren habe es eine Steigerung von 173 Prozent gegeben. Ralf Kreile Chef der DAK-Gesundheit in Lohr wünscht sich eine Trendwende, wie sie bundesweit zu beobachten ist: „Ich hoffe, dass wir diese positive Entwicklung auch bei uns langfristig erreichen“.

„bunt statt blau“
Grundsätzlich bleibt zu hoffen, dass der Trend noch lange anhält und der Alkoholmissbrauch allgemein vermindert wird. Insbesondere auch vor dem Hintergrund, dass hoher Alkoholkonsum zahlreiche Krankheiten, wie beispielsweise Fettleber oder Gastritis begünstigt beziehungsweise verursacht und die Gefahr für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt erhöht. Einen Teil dazu beitragen kann womöglich die bundesweite Aufklärungskampagne „bunt statt blau“, die auch 2015 fortgeführt wird. In beiden genannten Landkreisen wird die seit Jahren laufende Kampagne unterstützt. Bei dem bundesweiten Wettbewerb werden Schüler zwischen zwölf und 17 Jahren aufgerufen, mit Plakaten kreative Botschaften gegen das Rauschtrinken zu entwickeln. Seit dem Jahr 2010 nahmen mehr als 62.000 junge Künstler an der Kampagne teil. (ad)

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