Typischer Zusammenhang Schuppenflechte: Patienten erkranken oft an Rheuma

Etwa jeder fünfte Psoriatiker leidet unter der rheumatischen Form der Schuppenflechte. (Bild: Farina3000/fotolia.com)
Nina Reese

Psoriasis-Arthritis kann zu schweren Schädigungen der Gelenke führen
Schuppenflechte kann harmlos auftreten, sodass Betroffene kaum Beeinträchtigungen erleben. Ebenso ist es möglich, dass die entzündliche Erkrankung eine Reihe weiterer Beschwerden mit sich bringt und dadurch das Leben der Patienten sehr stark einschränkt. Ein Beispiel ist die sogenannte „Psoriasis-Arthritis“, bei welcher die Schuppenflechte auch die Gelenke betrifft. Experten des Bundesverbands Deutscher Rheumatologen erklären, woran sich die Krankheit erkennen lässt.

Typisch sind stark schuppende Hautrötungen und Juckreiz
Bei der Schuppenflechte (Psoriasis) handelt es sich um eine häufig auftretende, entzündliche Hauterkrankung, die fast immer chronisch verläuft. Kennzeichnend sind scharf begrenzte, rötliche Hautstellen mit silberweißen Schuppen, die oft mit starkem Hautjucken verbunden sind. Häufig kommen weitere Beschwerden hinzu. Bei fast jedem fünften Patient mit Schuppenflechte sind zum Beispiel die Gelenke betroffen. Darauf weist der Berufsverband Deutscher Rheumatologen (BDRh) anlässlich des Welt-Psoriasis-Tags am 29. Oktober in einer Mitteilung hin.

Etwa jeder fünfte Psoriatiker leidet unter der rheumatischen Form der Schuppenflechte. (Bild: Farina3000/fotolia.com)
Etwa jeder fünfte Psoriatiker leidet unter der rheumatischen Form der Schuppenflechte. (Bild: Farina3000/fotolia.com)

Rückenbeschwerden können ein Warnzeichen sein
Die Psoriasis-Arthritis könne demnach auch ohne die typischen Veränderungen der Haut oder der Nägel auftreten und werde teilweise erst so spät entdeckt, dass bereits dauerhafte Schädigungen der Gelenke vorliegen. „Es ist deshalb wichtig, Warnzeichen einer Psoriasisarthritis erst zu nehmen, dann ist diese Erkrankung sehr gut behandelbar“, so der erste Vorsitzende des BDRh und praktizierender Rheumatologe in Bochum, Dr. med. Ludwig Kalthoff, laut der Mitteilung.

Zu diesen würden dem Experten zufolge Beschwerden an Sehnen und Gelenken sowie Rückenschmerzen zählen. Insbesondere Entzündungen der Achillessehnen und Nagelbefall seien Warnzeichen, „außerdem weisen Wurstzehen- oder Wurstfinger auf eine rheumatische Beteiligung des Gewebes hin“, erläutert Dr. Kalthoff.

Ohne Behandlung drohe dem Bericht nach durch das entzündliche Rheuma eine langfristige Zerstörung der Gelenke. Wird die Erkrankung frühzeitig erkannt, könne jedoch eine zielgerichtete Therapie mit entsprechenden Medikamenten helfen. (nr)

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