Übelkeit nach Pilzessen ernst nehmen

Sebastian

Übelkeit nach Pilzessen ernst nehmen

Hat man Pilze selbst gesammelt danach gegessen, sollte man auf eventuelle Symptome achten. Erste Anzeichen für eine Pilzvergiftung sind Unwohlsein, Übelkeit und Erbrechen. Legen sich die Symptome nach kurzer Zeit, so das kein Grund die Beschwerden nicht ernst zu nehmen. Eine Pilzvergiftung äußert sich unter anderem dadurch, dass die Beschwerden zeitnah wieder abklingen und später um so heftiger wieder kommen.

Übelkeit, Unwohlsein und Erbrechen sollte nach dem Verzehr von Pilzen unbedingt ernst genommen werden. Auch wenn die Beschwerden nach kurzer Zeit wieder abklingen, ist das kein Grund zur Entwarnung, wie die Experten des Giftinformationszentrums mitteilten. Denn oftmals kehren die Symptome nach einigen Stunden wieder. Das kann dann schon ein Anzeichen für eine schwere Schädigung der Leber sein, wie Giftexperte Michael Deters mitteilte. In einer solchen Situation besteht unmittelbare Lebensgefahr. Schnelle medizinische Hilfe bringt dann nur noch ein Anruf beim Notruf 112. Pilzsammler sollten die Notruf Nummer immer griffbereit haben. Zudem kann auch die Giftnotrufzentrale kontaktiert werden. Eine entsprechende Liste kann bereits im Internet abgerufen werden. Sinnvoll ist es zudem immer ein paar Rest der gesammelte Waldpilze aufzubewahren. Der Arzt kann dann schneller eine Vergiftung beim Patienten diagnostizieren.

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Am Wochenende mussten zwei Männer nach dem Verzehr von selbst gesammelten Pilzen in die Uni-Klinik Bonn eingeliefert werden. Beide Patienten leiden nach dem Verzehr von Giftpilzen an lebensgefährlichen Leberschäden. Die beiden Pilzsammler haben den hoch giftigen, kegelförmigen Knollenblätterpilz gegessen. Der Pilz ist der giftigste in deutschen Wäldern und wird oftmals mit dem Wald- und Wiesen Champignon verwechselt. Schon eine minimale Portion kann zum Tode führen oder zu mindestens schwere Leberschäden verursachen. Zahlreiche Patienten mussten sich nach dem Verzehr des Knollenblätterpilzes eine Spenderleber implantieren lassen.

Wer sich nicht zu einhundert Prozent mit Waldpilzen auskennt, sollte lieber die Finger davon lassen. Vorsicht ist auch bei Straßenverkäufern geraten. Wer dennoch die Pilze essen will, sollte im Zweifelsfalle einen Pilzsachverständigen kontaktieren, der die gesammelten oder gekauften Pilze vor dem Verzehr kontrolliert. (sb)