Überall Reizgas: 47 Schüler durch Reizgas verletzt – 19 in der Klinik

19 Jugendliche mussten in der Klinik notversorgt werden. Bild: bluedesign - fotolia
Sebastian
Reizgas versprüht: 19 Schüler müssen in Klinik
An einer Schule in Hannover klagten am Freitag rund 50 Schüler über gesundheitliche Beschwerden wie Übelkeit und Erbrechen. Rettungskräfte starteten einen Großeinsatz. 19 Schüler wurden ins Krankenhaus gebracht. Ursache war vermutlich versprühtes Reizgas.
Schüler klagten über Übelkeit und Erbrechen
Insgesamt 19 Schüler sind am Freitag nach einem Alarm wegen seltsamer Gerüche an einer Realschule in Hannover in eine Klinik gebracht worden. Einer Meldung der Nachrichtenagentur dpa zufolge teilte die Feuerwehr mit, dass die Jugendlichen zuvor über Übelkeit geklagt und teilweise erbrochen hatten. Wie es heißt, war die Ursache für den Zwischenfall wahrscheinlich Reizgas. Die Polizei konnte nach Hinweisen eine 16-jährige Schülerin als vermutliche Verursacherin ermitteln.

19 Jugendliche mussten in der Klinik notversorgt werden. Bild: bluedesign - fotolia
19 Jugendliche mussten in der Klinik notversorgt werden. Bild: bluedesign – fotolia

Reizgas in der Pause versprüht
Ein Feuerwehrsprecher teilte mit, dass insgesamt 47 der 420 Schüler der Gerhart-Hauptmann-Realschule behandelt wurden. Der Schulbetrieb war eingestellt worden. Neben den Schülern kam auch eine Lehrerin, die auf dem glatten Hof ausrutschte und stürzte, ins Krankenhaus. Wie der Feuerwehrsprecher weiter sagte, sei vermutlich in der Pausenzeit Reizgas versprüht worden. Darauf würden die Reizungen der Atemwege und Augen sowie die Übelkeit der Kinder hinweisen. Es waren insgesamt 42 Rettungskräfte und 20 Einsatzfahrzeuge vor Ort.

Gesundheitliche Folgen
Reizgas, wie zum Beispiel Tränengas oder Pfefferspray, wird in Deutschland unter anderem von der Polizei bei Demonstrationen eingesetzt. Einige Menschen erwerben solche Mittel auch privat zur Selbstverteidigung. Minderjährigen fällt es oft nicht schwer, an solche Sprays zu kommen. Die Symptome, die dadurch verursacht werden, treten in der Regel sofort oder wenige Sekunden nach dem Versprühen auf. Versprühtes Reizgas kann zu einer Schwellung der Schleimhäute und dem sofortigen Schließen der Augenlider führen. Durch das Einatmen des Reizstoffes treten meist Husten und Atemnot auf. Auf der Haut entsteht häufig ein unangenehmer Juckreiz. (ad)

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