Unfallstation wegen Norovirus gesperrt

Heilpraxisnet

Unfallstation der Gelnhausener Klinik wegen Norovirus gesperrt

09.01.2015

Das Norovirus ist hochansteckend und insbesondere für ohnehin geschwächte Personen ein ernstzunehmendes Gesundheitsrisiko. Angesichts des Nachweises von Noroviren auf der Unfallstation der Gelnhäuser Main-Kinzig-Klinik wurde daher die gesamte Abteilung vorübergehend gesperrt.

Für eine Arbeitswoche soll die Unfallstation der Main-Kinzig-Kliniken in Gelnhausen nach dem Nachweis der Noroviren geschlossen bleiben, berichtet das Nachrichtenportal „Welt Online“ unter Berufung auf eine Sprecherin der Klinik. Bereits am Sonntag sei die Station gesperrt worden und am Freitag sei die Wiederöffnung vorgesehen. Bislang wurde bei einem Patienten eine Norovirus-Infektion nachgewiesen, zwölf weitere Patienten wurden vorsorglich isoliert und vier von ihnen wiesen laut Mitteilung der Nachrichtenagentur „dpa“ die typischen Symptome der Viruserkrankung wie Brechdurchfall beziehungsweise Durchfall, Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen auf.

Hygienemanagement nach dem Ausbruch der Infektionen
Aufgrund des Ausbruchs der Norovirus-Infektionen wurden in dem Klinikum zunächst keine neuen Patienten auf der unfallchirurgischen Station aufgenommen. Das Gesundheitsamt wurde über die Fälle informiert, möglicherweise betroffene Patienten wurden isoliert und derzeit erfolgt eine umfassende Desinfektion der Station. Den Angaben der „dpa“ zufolge verfügt die Klinik über ein Hygienemanagement, das beim Auftreten von Norovirus-Erkrankungen greift. Weitere Fälle seien seit Einleitung der Maßnahmen nicht aufgetreten. Wie die hochansteckenden Viren auf die Station gelangt sind, bleibt vorerst unklar und wird vermutlich nur schwer ermittelbar sein, so die Mitteilung der „dpa“.

Gemeinschaftseinrichtungen vermehrt betroffen
Die hochpathogenen Noroviren werden per Kontakt- beziehungsweise Schmierinfektion übertragen, wobei geringe Dosierungen der Erreger ausreichen, um eine Infektion zu verursachen. Insbesondere Gemeinschaftseinrichtungen wie Pflegeheim, Krankenhäuser oder auch Kindergärten sind aufgrund der hohen Infektiösität vermehrt von regelrechten Massenausbrüchen betroffen. Auch auf Kreuzfahrtschiffen wurden in der Vergangenheit bereits größere Ausbrüche festgestellt. Die Erkrankung ist zwar meist nur von relativ kurzer Dauer (nach rund drei Tagen ist in der Regel das Gröbste überstanden), doch kann der Flüssigkeitsverlust für ohnehin geschwächte Patienten und Kinder durchaus gefährlich werden. Schlimmstenfalls droht eine Dehydratation. (fp)

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