Untersuchung: Blauäugige greifen besonders gern zu Alkohol

Sebastian
Menschen mit blauen Augen haben ein erhöhtes Risiko für Alkoholsucht
Die Augenfarbe eines Menschen könnte weit mehr Bedeutung haben als bisher angenommen. Wissenschaftler der Universität Vermont fanden heraus, dass Menschen mit blauen Augen dem Alkohol besonders leicht verfallen und alkoholabhängig werden. Das gelte auch für Menschen mit anderen hellen Augenfarben wie grün oder grau, schreiben die Forscher im Fachmagazin „American Journal of Medical Genetics: Neuropsychiatric Genetics“.

Blauäugig dem Alkohol verfallen?
Menschen mit blauen Augen sollten auf ihren Alkoholkonsum achten. Das legt eine Studie der Forscher Arvis Sulovari und Dawei Li von der der Universität Vermont nahe. Demnach ist das Risiko einer Alkoholsucht bei Menschen mit hellen Augen wesentlich höher als bei Personen mit braunen Augen, weil beide Information – die Augenfarbe und die Neigung zum Alkoholkonsum – auf dem selben Chromosom kodiert werden.

Blaue Augen: Studie zeigt angebliche Anfälligkeiten für Alkoholsucht. (Bild: ilarialapreziosa - fotolia)
Blaue Augen: Studie zeigt angebliche Anfälligkeiten für Alkoholsucht. (Bild: ilarialapreziosa – fotolia)

Im Rahmen ihrer Studie untersuchten und befragten die Forscher 1.263 weiße Amerikaner mit Alkoholproblemen. Wie sich herausstellte, waren die Studienteilnehmer mit blauen Augen am ehesten alkoholabhängig. Als stark gefährdet stuften Sulovari und Li auch Personen mit grünen oder grauen Augen ein. „Dies bietet eine faszinierende Möglichkeit, die Augenfarbe in der Klinik bei der Diagnose von Alkoholabhängigkeit heranzuziehen“, kommentiert Sulovari die Studienergebnisse.

Nachdem die Wissenschaftler den Zusammenhang zwischen Augenfarbe und Alkoholkonsum erkannt hatten, wiederholten sie ihren Versuch mit neuer Anordnung. Auf diese Weise wollten sie herausfinden, ob Faktoren wie Geschlecht, Alter sowie ethnische und geografische Hintergründe das Ergebnis beeinflussen. Die Ergebnisse hielten dabei allen Test stand. Die Untersuchung der Forscher bestätigt einen Versuch aus dem Jahr 2000, der das gleiche Ergebnis lieferte. „Den Grund kennen wir aber noch nicht“, so Li. Das soll nun in weiteren Studien untersucht werden.

Die Forscher erhoffen sich von ihren Ergebnissen, bessere Möglichkeiten zu finden, um der Entstehung von Alkoholismus und anderer psychischer Krankheiten auf die Spur zu kommen. (ag)

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