US-Arzt in Westafrika mit Ebola infiziert

Heilpraxisnet

Ebola in Liberia: US-amerikanischer Arzt erkrankt

27.07.2014

Seit Monaten wütet in Westafrika eine schwere Ebola-Epidemie. Nun hat sich ein US-amerikanischer Arzt bei einem Hilfseinsatz in Liberia mit dem gefährlichen Virus infiziert. Er sei erkrankt, obwohl er sich streng an die Sicherheitsvorschriften gehalten habe.

Streng an Sicherheitsvorschriften gehalten
Im westafrikanischen Liberia ist ein US-amerikanischer Arzt, der für eine Hilfsorganisation tätig ist, an Ebola erkrankt. Laut einer Meldung der Nachrichtenagentur AP teilte die Gruppe Samaritan’s Purse am Samstag mit, dass der 33-Jährige bei sich selbst die typischen Ebola-Symptome festgestellt und sich daraufhin in die Isolierstation einer Klinik der Hauptstadt Monrovia begeben habe. Ein erfolgter Ebola-Test sei positiv ausgefallen. Unklar sei, wie sich der Arzt anstecken konnte. Er habe in einem der beiden Behandlungszentren gearbeitet, welche die christliche Organisation in dem Land betreibt, und sich dabei streng an die Sicherheitsvorschriften gehalten.

Erster Ebola-Fall aus Nigeria gemeldet
Ebola breitet sich derzeit in der Region immer weiter aus. Neben Liberia sind auch Guinea und Sierra Leone betroffen und vor Kurzem wurde auch der erste Fall einer Erkrankung in Nigeria gemeldet. Der Mann, der aus Liberia stammte, starb an der Infektion. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind seit dem ersten registrierten Auftreten im Februar mindestens 660 Menschen der Krankheit erlegen. Von Seiten der Ärzte ohne Grenzen war vor wenigen Tagen gemeldet worden, dass in Westafrika bisher insgesamt 1.093 Krankheitsfälle registriert wurden. Die Organisation stocke deshalb die medizinische Hilfe in den am schwersten betroffenen Gebieten auf.

Bis zu 90 Prozent der Infizierten können sterben
Je nach Erregerstamm liegt die Wahrscheinlichkeit, an Ebola zu sterben, bei bis zu 90 Prozent. Die Inkubationszeit bei der gefährlichen Infektionskrankheit beträgt laut WHO zwei Tage bis drei Wochen. Bei den Kranken kommt es zu Beschwerden wie Muskel- und Kopfschmerzen, Durchfall, Übelkeit und Erbrechen, hohem Fieber sowie zu inneren und äußeren Blutungen. Ebola kann unter anderem durch Körperkontakt beziehungsweise durch Blut und andere Körperflüssigkeiten übertragen werden. Da es gegen die Krankheit bislang weder eine gezielte Therapie noch eine Impfung gibt, beschränken sich Mediziner meist darauf, das Immunsystem der Infizierten zu stärken sowie den Patienten mit Arzneien gegen Fieber, Antibiotika gegen Folgeerkrankungen und Maßnahmen gegen Dehydrierung zu helfen. (ad)

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