Wissenschaftler: Ernie & Bert machen Kinder schlau

Sebastian
Kinder, die regelmäßig Sesamstraße schauen, haben bessere Schulnoten
„Der, die, das, wer, wie, was, wieso, weshalb, warum, wer nicht fragt, bleibt dumm!“ Diese Liedzeile des Sesamstraßen-Lieds kann vermutlich fast jeder hierzulande mitsingen. Zu Beginn einer jeden Folge ertönt die bekannte Melodie. US-amerikanische Wissenschaftler wollten nun herausfinden, ob Vorschulkinder vom regelmäßigen Schauen der Sesamstraße profitieren. Ihr Ergebnis: Ernie und Bert sind nicht nur lustig, sie machen auch schlau.

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Kinder lernen von Ernie und Bert.

Laut Studie hat die Sesamstraße in den USA einen Bildungseffekt auf Vorschulkinder
Seit die erste Folge der Sesamstraße 1969 in den USA ausgestrahlt wurden, zählt die Sendung zu den erfolgreichsten Fernsehserien für Kinder im Vorschulalter. In Deutschland erschienen Ernie und Bert erstmals 1971 auf dem Bildschirm und sind seither hierzulande ebenso erfolgreich.

Im Rahmen einer Studie haben Wissenschaftler der Universität Maryland und des Wellesley College untersucht, ob das regelmäßige Schauen der Sesamstraße einen Bildungseffekt auf Kinder hat. Wie sich herausstellte, sind Oskar aus der Mülltonne, Ernie und Bert („So bin ich nah, jetzt bin ich fern“), Graf Zahl (Zahlen-Songs) und Schlemihl („Pssssssst. Ich verkaufe ein A!“) nicht nur lustig, sondern bereiten Vorschulkinder auch auf die Schule vor. So hatten Kinder, die regelmäßig Folgen der Sesamstraß3e sahen, bessere Schulnoten als Kinder, die sie nicht schauten.

„Die Ergebnisse zeigen, dass die Sesamstraße ihr Ziel – die Verbesserung der Schulreife – erreicht hat; Kinder im Vorschulalter in Gebieten mit besseren Empfang als die Sendung eingeführt wurde, waren fortgeschrittener in der Schule als für ihr Alter angemessen“, schreiben die Forscher im Fachmagazin. „Dieser Effekt war besonders bei Jungen und dunkelhäutigen Kindern ausgeprägt, sowie bei Kindern, die in wirtschaftlich benachteiligten Gebieten aufwuchsen.“ (ag)

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