Verdacht auf Listerien: Warnung vor Fleischprodukten der Hofmetzgerei Braumiller

Vorsicht beim Verzehr von Fleischprodukten der Hofmetzgerei Braumiller. Kochschinken und Würstchen des Betriebs könnten mit Listerien verseucht sein. (Bild: HLPhoto/fotolia.com)
Nina Reese
Konsumenten sollten auf Verzehr von Würstchen und Kochschinken verzichten
Das Landratsamt Fürstenfeldbruck warnt aktuell vor dem Verzehr von Fleischprodukten der Hofmetzgerei Braumiller in Biburg. Der Grund: Wiener Würstchen und Kochschinken des Unternehmens könnten möglicherweise mit Listerien belastest sein und dadurch eine Gefahr für die Gesundheit darstellen. Der Betrieb hatte die Listerienbelastung bei einer Qualitätskontrolle selbst entdeckt und dürfe nun vorerst keine Fleisch- und Wurstwaren mehr in Umlauf bringen, so die Meldung des Landratsamts.

Betrieb darf vorerst keine Produkte mehr ausliefern
Erneuter Verdacht auf Listerien in Lebensmitteln: Laut einer Pressemeldung des Landratsamts Fürstenfeldbruck hat die Hofmetzgerei Braumiller im Rahmen ihres Qualitätsmanagements eine Listerienbelastung bei Fleischprodukten festgestellt und diese den Vorschriften nach gemeldet. Betroffen seien demnach Wiener Würstchen und Kochschinken des Biburger Unternehmens, die lokal und direkt ab Hof verkauft wurden. Der Betrieb dürfe daher vorerst keine Fleisch- und Wurstwaren mehr in den Verkehr bringen. Aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes sollten Konsumenten bis auf weiteres auf den Verzehr gekaufter Produkte verzichten, so das Landratsamt. Das Verbot bleibe demnach bestehen, bis die Ursache der Verunreinigung geklärt und beseitigt ist.

Vorsicht beim Verzehr von Fleischprodukten der Hofmetzgerei Braumiller. Kochschinken und Würstchen des Betriebs könnten mit Listerien verseucht sein. (Bild: HLPhoto/fotolia.com)
Vorsicht beim Verzehr von Fleischprodukten der Hofmetzgerei Braumiller. Kochschinken und Würstchen des Betriebs könnten mit Listerien verseucht sein. (Bild: HLPhoto/fotolia.com)

Bakterien können für Risikogruppen sehr gefährlich werden
Die Bakterienart Listeria monocytogenes kann beim Menschen die so genannte „Listeriose“ auslösen. Diese ist für gesunde Erwachsene normalerweise ungefährlich und nimmt meist einen symptomlosen oder harmlosen Verlauf mit grippeähnlichen Beschwerden wie Fieber, Muskelschmerzen, Erbrechen und Durchfall. Für Schwangere, Neugeborene, ältere Menschen und Personen mit einem geschwächten Immunsystem kann die Erkrankung jedoch gefährlich werden und z.B. zu einer Blutvergiftung, Gehirn- oder Gehirnhautentzündung führen und dadurch sogar tödlich enden. Bei Schwangeren steigt das Risiko für Früh- oder Fehlgeburten.

Rohes Fleisch birgt Gefahren
Die Bakterien können sich auch bei niedrigen Temperaturen vermehren und überleben sogar Tiefgefrieren. Durch Kochen, Braten und Pasteurisieren werden sie hingegen abgetötet. Um sich zu schützen, sollten Risikopersonen nach Angaben des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) daher z.B. keine tierischen Lebensmittel im Rohzustand (wie z.B. Mett) essen, ebenso sollten diese auf geräucherte oder marinierte Fischerzeugnisse (vor allem Räucherlachs und Graved Lachsund) und Rohmilchkäse verzichten.

Erst im Mai war die Geretsrieder Großmetzgerei „Sieber“ aufgrund des Nachweises von Listerien in mehreren Wurst-Proben geschlossen worden. Sämtliche Produkte des Unternehmens wurden deutschlandweit zurück gerufen, zu den Kunden zählten unter anderem Rewe sowie die Discounter Lidl und Penny. (nr)

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