Vergleichstest: Diese Biojoghurts sind am besten

Alfred Domke

Bio-Naturjoghurts schneiden im Test am besten ab

Für viele Bundesbürger gehört Joghurt zu ihrer täglichen Ernährung. Häufig wird dabei zu Naturjoghurts gegriffen. Diese sind in verschiedenen Varianten erhältlich: cremig oder stichfest, mild oder sauer. Doch welcher ist am besten? Die Stiftung Warentest hat zwei Dutzend Produkte genauer unter die Lupe genommen und festgestellt, dass Bio-Naturjoghurts positiv herausragen.

Milchprodukt mit gesundheitlichen Vorteilen

Ein leckeres Frühstück ohne frischen Joghurt ist für viele Menschen gar nicht denkbar. Das Milchprodukt ist bekömmlich, leicht verdaulich und wirkt sich durch die darin enthaltenen Sauermilchbakterien positiv auf die Darmflora aus. Zudem wurde in wissenschaftlichen Untersuchungen festgestellt, dass Joghurt vor Diabetes schützen und – zumindest bei Frauen – das Risiko für Bluthochdruck reduzieren kann. Besonders beliebt ist Naturjoghurt, der in verschiedenen Varianten erhältlich ist: cremig oder stichfest, mild oder sauer. Doch welcher ist am besten? Die Stiftung Warentest hat nun 24 viel verkaufte Produkte untersucht und festgestellt: Nicht jeder Becher hält, was er verspricht. Die Testergebnisse können hier kostenpflichtig heruntergeladen werden.

Die Stiftung Warentest hat 24 viel verkaufte Naturjoghurts genauer unter die Lupe genommen. Vor allem Bioprodukte fielen dabei positiv auf. (Bild: ji_images/fotolia.com)

Joghurt kommt bei vielen täglich auf den Tisch

Für viele Menschen in Deutschland gehört Joghurt zu ihrer täglichen Ernährung. Laut der Stiftung Warentest löffeln die Bundesbürger am liebsten die Geschmacksrichtung „natur“ – vor Erdbeere und Vanille.

Die Tester haben sowohl stichfeste als auch cremige Naturjoghurts unter die Lupe genommen. Die Konsistenz hängt von den Bedingungen ab, unter denen sie gereift sind.

Ein Joghurt wird stichfest, wenn die Milch direkt nach Zugabe der Bakterienkulturen in den Becher kommt und sich dort in Joghurt verwandelt. Wird der Mix aus Milch und Bakterien hingegen mehrere Stunden in großen Tanks gerührt, bekommt der Joghurt eine cremige Konsistenz.

Damit er nicht zu dünnflüssig gerät, setzen die Hersteller oft Magermilchpulver ein oder entziehen ihm Wasser. Das lässt sich an leicht erhöhten Eiweiß- und Zuckergehalten ablesen.

Nahezu alle getesteten Produkte sind gut

Unter den 24 getesteten Produkten waren auch vier Biojoghurts. Neben klassischem Joghurt mit rund 3,5 Prozent Fett wurde auch Joghurt griechischer Art getestet, der deutlich mehr Fett enthält.

Laut einer Mitteilung teilen sich Bioprodukte zu Preisen von 19 und 33 Cent pro 100 Gramm die vorderen Plätze.

Doch auch nahezu alle anderen Joghurts im Test sind gut, darunter neun Produkte, die nur 12 Cent pro 100 Gramm kosten. Allerdings hält nicht jeder Becher das, was der Hersteller verspricht.

Vorteile von Naturjoghurt

22 von 24 Naturjoghurts schneiden gut ab, darunter auch vier von fünf Joghurts griechisch und griechischer Art. Die Tester fanden keine unerwünschten Keime, praktisch keine Rückstände von Desinfektionsmitteln und keinen zugesetzten Zucker.

Zwei Joghurts sind nur befriedigend. Der eine enthielt Hefen, die den Verderb beschleunigen können, der andere schmeckte leicht flach und seine Packungsangaben wecken falsche Vorstellungen.

„Wer seiner Gesundheit etwas Gutes tun will, muss keinen Joghurt mit bestimmten Bakterien kaufen“, erklärte Julia Bongartz, Lebensmittelchemikerin bei der Stiftung Warentest. Werbung, die anderes suggeriert, ist nicht zulässig.

Auch normaler Joghurt ist probiotisch.

Naturjoghurt punktet, weil er Kalzium, Protein, Vitamin A und D enthält und ohne zugesetzten Zucker auskommt. Ob der Joghurt stichfest oder cremig ist, spielt dabei keine Rolle. (ad)