Verletzter Höhlenforscher sendet liebe Grüße

Heilpraxisnet

Rettungsaktion: „Liebe Grüße“ vom verletzten Höhlenforscher

15.06.2014

Nach fünf Tagen in 1.000 Metern Tiefe hat für den verletzten Höhlenforscher Johann Westhauser der lange und beschwerliche Weg nach oben begonnen. Der Forscher hatte durch einen Steinschlag ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten. Bei der begonnenen Rettungsaktion sendete er „liebe Grüße“ an die Familie.

Fünf Tage in 1.000 Metern Tiefe
Am Freitag hat die Rettungsaktion für den in der Riesending-Schachthöhle in den Berchtesgadener Alpen verunglückten Johann Westhauser begonnen. Am vergangenen Sonntag hatte der erfahrene Höhlenforscher, der am Institut für Angewandte Physik des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) arbeitet, in der Höhle durch einen Steinschlag ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten. Fünf Tage musste er verletzt in 1.000 Metren Tief verweilen. Wie ein Sprecher der Bergwacht am Samstagmorgen mitteilte, fühle sich der Verunglückte „in der Trage sehr wohl und sendet liebe Grüße an seine Familie.“

Rettungskräfte müssen Pausen einlegen
Die Rettungsmannschaft habe inzwischen einen komplizierten Teil der Strecke geschafft. Das Team, bestehend aus 14 Rettern und einem spezialisierten Arzt aus München, befinde sich samt dem Verletzten im Abschnitt „Barbarossas Thronsaal“, der vor dem Biwak 5 liegt. Nach einer längeren Ruhepause solle dann ein italienisches Rettungsteam den Transport zum Biwak 4 fortsetzen. Benno Hansbauer von der Bergwacht erklärte, dass solche Pausen wichtig sind: „Die Strecke verlangt nicht nur dem Verletzten, sondern auch den Rettungskräften viel ab. Wenn die Kräfte erschöpft sind, muss pausiert werden.“

Keine Not-Operation nötig
Nach Angaben der Bergwacht soll der Transport ans Tageslicht noch mindestens eine Woche andauern. Der gesundheitliche Zustand des Patienten sei nach wie vor stabil und am Sonntagmorgen sei bekannt geworden, dass keine Not-Operation nötig ist. Schädel-Hirn-Traumata werden in drei Schweregrade unterteilt. Selbst bei der leichten Form sollten Patienten mindestens 24 Stunden im Krankenhaus überwacht werden, da es sich dabei um eine potentiell lebensbedrohliche Erkrankung handelt. Die Symptome können je nach Verletzung sehr variabel sein. Anzeichen für ein Schädel-Hirn-Trauma können unter anderem Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, Schwindel und Gleichgewichtsstörungen sowie Bewusstseinsstörungen sein. (ad)

Bild: Katharina Wieland Müller / pixelio.de