Verschnupfte Nasen: Schnäuzen oder schnell Hochziehen?

Fabian Peters
Laufende Nase – Hochziehen oder Schnäuzen?
Mit dem kälter werdenden Wetter steigt auch die Zahl der Erkältungen hierzulande. Beschwerden wie eine ständig laufende Nase machen uns dann das Leben schwer. Anders als in anderen Kulturkreisen, greifen die meisten Menschen hierzulande dann zum Taschentuch. Nasehochziehen wird als ekelhaft empfunden und gilt als ungesund. Ist das aber wirklich so?

Hochziehen gilt als ekelhaft und ungesund
Gerade jetzt zum Jahreszeitenwechsel häufen sich Erkältungen. Wenn der Schnupfen dazu führt, dass die Nase ständig läuft, stellt sich die Frage: Schnäuzen, Hochziehen oder Nase laufen lassen? In anderen Kulturkreisen, wie etwa in China, ist es normal, die Nase hochzuziehen. Hierzulande wird dies als ekelhaft empfunden und von manchen auch als ungesund. So kennen wohl noch viele Sprüche aus ihrer Kindheit wie: „Zieh nicht immer die Nase hoch, das ist ungesund. Nimm mal ein Taschentuch.“ Doch wenn kein Taschentuch zur Hand ist, bleibt ein kurzes Schniefen meist die einzige Lösung. Ist Schnäuzen aber wirklich besser als Hochziehen?

Hochziehen bei Schnupfen gilt hierzulande als ekelig und ungesund. Doch ist Naseputzen wirklich gesünder? (Bild: DoraZett/fotolia.com)
Hochziehen bei Schnupfen gilt hierzulande als ekelig und ungesund. Doch ist Naseputzen wirklich gesünder? (Bild: DoraZett/fotolia.com)

Schnäuzen oder doch Hochziehen?
Michael Deeg vom Deutschen Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte sagte: „Es ist besser den Schnupfen auszuschnäuzen.“ Andernfalls bleibe das Sekret in der Nase und verklebe auch noch die Nebenhöhlen. Mögliche Folgen davon könnten Kopfschmerzen und eine Nasennebenhöhlenentzündung sein. Andere Ärzte halten jedoch das Nasehochziehen für die gesündere Alternative. So verwiesen Mediziner vom Deutschen Hausärzteverband darauf, dass durch das Schnäuzen Krankheitserreger tief in die Nasennebenhöhlen gelangen und dort weitere Probleme verursachen können.

Natürliche Hausmittel können helfen
Auch Michael Deeg räumte ein, dass es das Naseputzen in sich haben kann. „Man sollte nicht mit einem zu hohen Druck schnäuzen. Und immer das linke und rechte Nasenloch im Wechsel“, so der Experte. Ansonsten werde der Schleim in die Nasennebenhöhlen gedrückt. Auch einen Nasenspülung kann gegen eine triefende Nase helfen. „Dabei wird mit einer isotonischen Salzlösung gespült“, erklärte Deeg. Außerdem können zu Beginn auch pflanzliche Schleimlöser oder andere Hausmittel gegen Schnupfen helfen. „Ist der Schnupfen nach einer Woche immer noch nicht weg, sollte man doch mal zum HNO-Arzt gehen“ riet der Mediziner. Es gibt aber noch mehr was gegen und bei Erkältungen wirklich hilft. Gesundheitsexperten raten vor allem dazu, das Immunsystem zu stärken, um Erkrankungen vorzubeugen. (ad)