Versteckte Klebereiweiße: Nicht nur Brot enthält Gluten

Menschen, die an Zöliakie (Glutenunverträglichkeit) leiden, müssen glutenhaltige Lebensmittel meiden. Das Klebereiweiß ist aber nicht nur in Brot enthalten, sondern versteckt sich auch in vielen anderen Lebensmitteln. (Bild: Marco2811/fotolia.com)
Alfred Domke
Kroketten, Süßwaren und Co: Gluten ist nicht nur in Broten enthalten
Wer an Zöliakie (Glutenunverträglichkeit) leidet, muss glutenhaltige Lebensmittel meiden. Doch viele Produkte enthalten das Klebereiweiß, ohne dass dies auf der Zutatenliste erkennbar ist. Hilfe bietet hier das Symbol der durchgestrichenen Ähre.

Gesundheitliche Beeinträchtigungen bei Zöliakie
Schätzungen zufolge leidet etwa jeder 800. Deutsche an einer Glutenunverträglichkeit (Zöliakie). Dabei handelt es sich um eine chronische Erkrankung des Dünndarms, die durch eine lebenslang bestehende Unverträglichkeit gegenüber dem Klebereiweiß Gluten hervorgerufen wird. Bei Betroffenen werden durch die Aufnahme von Gluten Darmzotten geschädigt. Typische Symptome sind unter anderem Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen und Fettstuhl. Es kann auch zu gravierenden Störungen in der Nährstoffaufnahme kommen.

Menschen, die an Zöliakie (Glutenunverträglichkeit) leiden, müssen glutenhaltige Lebensmittel meiden. Das Klebereiweiß ist aber nicht nur in Brot enthalten, sondern versteckt sich auch in vielen anderen Lebensmitteln. (Bild: Marco2811/fotolia.com)
Menschen, die an Zöliakie (Glutenunverträglichkeit) leiden, müssen glutenhaltige Lebensmittel meiden. Das Klebereiweiß ist aber nicht nur in Brot enthalten, sondern versteckt sich auch in vielen anderen Lebensmitteln. (Bild: Marco2811/fotolia.com)

Klebereiweiß versteckt sich in vielen verarbeiteten Lebensmitteln
Eine Therapie steht bislang nicht zur Verfügung. Helfen kann nur eine strikte Vermeidung des Klebereiweißes. Doch Gluten ist nicht nur in Getreidesorten wie Weizen, Dinkel, Roggen oder Gerste enthalten – es kann sich auch in vielen anderen verarbeiteten Lebensmitteln verstecken. Etwa in Knödeln oder Kroketten, wie der Verein für unabhängige Gesundheitsberatung (UGB) in seiner Zeitschrift „UGBforum spezial“ berichtet.

Selbst in Tees kann Gluten enthalten sein
„Die Lebensmittelindustrie setzt das Klebereiweiß auch isoliert zur Stabilisierung, Emulgierung und vor allem als Trägerstoff von Gewürzen und Aromen ein. So kommt es, dass sowohl Kartoffelchips als auch Popcorn Gluten enthalten können. Große Probleme bereiten auch Wurstwaren und sogar aromatisierte Tees“, schreibt der UGB auf seiner Webseite. Auch in Frischkäsezubereitungen, Süßwaren oder Tiefkühlgemüse mit Mehlzusatz kann sich Gluten verstecken.

Symbol hilft Betroffenen beim Einkauf
In Supermärkten ist zwar mittlerweile ein großes Sortiment an Produkten zu finden, die kein Klebereiweiß enthalten, doch sie sind oft nicht einfach zu erkennen. Hilfestellung bietet hier das Symbol der durchgestrichenen Ähre, das für glutenfreie Lebensmittel steht. Vergeben wird das Symbol von der Deutschen Zöliakie Gesellschaft (DZG).

Laut den Experten dürfen nur Produkte, „die den gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwert von 20 Milligramm Gluten pro Kilogramm (20 ppm) nicht überschreiten, das Symbol der durchgestrichenen Ähre tragen. Diese können von Betroffenen bedenkenlos verzehrt werden.“ (ad)

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