Verwahrlost: Vierjähriges Kleinkind hatte mehr als 20 Filzläuse allein in den Wimpern

Sebastian
Ärzte entfernen 20 Filzläuse aus den Wimpern eines Kleinkindes
Ein kleines Mädchen in China plagten tagelang juckende Augen, bevor ihre Mutter sie zum Arzt brachte. Der fand schnell die Ursache für den Juckreiz und die Augenrötung: Im Wimpernkranz der Vierjährigen hatten sich Filzläuse eingenistet.

Rund 20 ausgewachsene Filzläuse in den Wimpern
In der südostchinesischen Millionenstadt Xiamen hat ein Arzt einem vierjährigen Mädchen rund 20 ausgewachsene, etwa eineinhalb Millimeter große Filzläuse aus den Wimpern entfernt. Einem Bericht der chinesischen „Peoples Daily“ zufolge hatte sich das Kleinkind tagelang die juckenden geröteten Augen gerieben, bevor ihre Mutter mit ihr in ein Krankenhaus ging. In der Uniklinik wurde das Mädchen von Augenspezialisten untersucht. „Als ich versucht habe, die Augenlider anzuheben, stellte ich fest, dass sie verklebt waren“ erklärte Chefarzt Liu Zhaosheng gegenüber der chinesischen Zeitung.

Bild: Herby ( Herbert ) Me - fotolia
Bild: Herby ( Herbert ) Me – fotolia

Unhygienische Bedingungen als Ursache
Bei der genaueren Untersuchung mit einer Pinzette, entdeckte er kleine Insekten, die bereits zahlreiche Eier abgelegt hatten. Der seit 20 Jahren als Arzt praktizierende Liu zeigte sich geschockt und sagte, er habe so etwas „in den Augen eines Kindes noch nie gesehen“. Die Wimpern mussten komplett ab, um das Kleinkind von den Parasiten zu befreien. Dem Zeitungsbericht zufolge sei der Befall vermutlich auf schlechte hygienische Bedingungen zurückzuführen. Auch bei der Großmutter, die die Vierjährige oft betreute, seien in den Wimpern Filzläuse gefunden worden.

Natürliche Schutzmaßnahmen gegen Läuse
Filzläuse kommen vor allem in der Schambehaarung vor. Experten zufolge sollte man daher auch bei Jucken im Intimbereich zum Urologen gehen. Auch in Achsel- und Barthaaren nisten sie sich manchmal ein. Bei einem Befall können oft Hausmittel gegen Läuse helfen. So reicht es manchmal, die betroffenen Regionen zu rasieren. Meist wird dazu geraten, Bettwäsche, Kleidung und Handtücher der Betroffenen bei mindestens 60 Grad zu waschen. Kämme und Bürsten sollten jeden Tag in heißem Essigwasser oder Seifenlauge gereinigt werden und nicht mit anderen Personen getauscht werden. In Russland sorgte im vergangenen Jahr eine Warnung für viel Spott. Die dortige Verbraucherschutzbehörde hatte darauf hingewiesen, dass ein Selfie-Verzicht vor Läusen schützt, da die Parasiten bei solchen Aufnahmen von einem Kopf auf den anderen krabbeln, wenn sich die Personen dafür zusammenstellen. (ad)

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