Viele Menschen leiden unter Herbst-Winter-Blues

Sebastian

Jeder fünfte leidet unter dem Herbst-Winter-Blues

13.10.2011

Der Herbst zeigt nach den anhaltenden warmen Tagen nun sein wahres Gesicht. Temperaturen von über 25 Grad werden in diesem Jahr wohl kaum mehr erreicht werden. Innerhalb weniger Tage ist das Wetter umgeschlagen. Draußen herrschen nun ein Nass-Kalte Witterungsverhältnisse. Laut Ergebnissen einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der Techniker Krankenkasse sagte jeder fünfte Umfrageteilnehmer in den Bundesländern Sachen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, die derzeitigen Wetterverhältnisse schlagen sich aufs Gemüt. Demnach leiden rund 22 Prozent der Befragten unter dem sogenannten Herbst-Winter-Blues und beklagen eine niedergedrückte Stimmungslage. In der Psychotherapie wird diese Stimmung auch als „Winterdepression“ bezeichnet.

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In den neuen Bundesländern zeigt sich dennoch eine Mehrheit emotional als „wetterfest“. 18 Prozent der Teilnehmer gaben an, sich in den Herbst- und Wintermonaten „besonders wohl zu fühlen“. Zum Vergleich: Nur acht Prozent der Bundesdeutschen konnten jene Wetteremotion teilen. In keiner anderen Region Deutschlands zeigten sich laut Umfrageergebnisse die Deutschen so Wetter-konsistent wie in Mitteldeutschland. Besonders wenig vom Herbst begeistert waren die Menschen in Bayern. Hier meinte nur einer von hundert Befragten (1 Prozent), sich auf den Herbst und Winter zu freuen.

Stress potenziert Wetterfühligkeit
Gut die Hälfte aller Menschen in Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen gab an, ihre emotionale Grundeinstellung nicht vom Wetter abhängig zu machen. Ihre Stimmungslage sei „generell wetterunabhängig“. Neun Prozent der Menschen sagten, dass Wetter sei nur belastend, wenn sich beruflicher oder privater Stress dazu gesellen.

Einen Unterschied konnten die Meinungsforscher bei Männern und Frauen ausmachen. Frauen zeigten sich während der Befragungsstudie wetterfühliger als Männer. Während 26 Prozent der deutschen Frauen sagten unter dem „Herbst-Winter-Blues“ zu leiden, konnten diese Angabe nur 18 Prozent der Männer bestätigen.

Spaziergänge gegen Lichtmangel
Bei aufkommender Winterdepression mit Müdigkeit, einem erhöhten Bedürfnis nach Schlaf sowie dem Verlangen nach mehr Essen liegt nach Ansicht der Naturheilkunde einen akuter Lichtmangel vor. Um den Beeinträchtigungen vorzubeugen empfehlen sich ausgiebige Herbstspaziergänge an der frischen Luft, wie Heilpraktiker Johannes Richter erklärte. Das kalte Wetter sollte dabei nicht abschrecken. Zeigen sich die Symptome ausgeprägt, kann auch die Gabe von Johanniskraut hilfreich sein. In Reformhäusern und Apotheken sind heilsame Tees oder Extrakte rezeptfrei zu erwerben. Nach dem Gang an der frischen Luft helfen warme Tees, angenehme helle Farben und Kerzen, um die Stimmungslage positiv zu beeinflussen, so der Naturheilkunde-Experte. (sb)