Viele Veranstaltungen zum Welt-Alzheimer-Tag: „Demenz – Vergiss mich nicht“

Fabian Peters
Zum Welt-Alzheimer-Tag finden zahlreiche Veranstaltungen statt
Rund 1,5 Millionen Menschen in Deutschland leiden an Demenz, die meisten von ihnen haben Alzheimer. Am Welt-Alzheimer-Tag am 21. September werden zahlreiche Veranstaltungen stattfinden die über das Thema aufklären.

Zahl der Demenz-Patienten wird weiter steigen
Allein in Deutschland leiden rund 1,5 Millionen Menschen an Demenz, die meisten von ihnen an Alzheimer. Weltweit sind es etwa 47 Millionen Demenz-Patienten. Und es werden immer mehr. Laut dem Welt-Alzheimer-Bericht wird alle 3,2 Sekunden eine weitere Demenz-Diagnose gestellt. Zwar ist die Krankheit bislang nicht heilbar, lässt sich aber im Anfangsstadium mit Medikamenten hinauszögern. Wichtig ist deshalb eine frühzeitige Diagnose. Dafür müssen die Warnsignale für Demenz erkannt werden. Der Welt-Alzheimer-Tag soll dazu beitragen, auf die Erkrankung aufmerksam zu machen.

Am Welt-Alzheimer-Tag rückt die Erkrankung des Vergessens in den Fokus der Öffentlichkeit. (Bild: freshidea/fotolia.com)
Am Welt-Alzheimer-Tag rückt die Erkrankung des Vergessens in den Fokus der Öffentlichkeit. (Bild: freshidea/fotolia.com)

Öffentlichkeit auf die Krankheit aufmerksam machen
An dem seit 1994 jeweils am 21. September stattfindenden Aktionstag finden in aller Welt vielfältige Aktivitäten statt, um die Öffentlichkeit auf die Situation der Alzheimer-Kranken und ihrer Angehörigen aufmerksam zu machen. Der Welt-Alzheimer-Tag 2015 steht unter dem Motto: „Demenz – Vergiss mich nicht“. In Deutschland werden zu diesem Anlass zahlreiche Aktionen durchgeführt. Von Kursen für Angehörige von Demenz-Patienten über Filmvorführungen und Diskussionen bis hin zu musikalischen Flashmobs. Auch in Hamburg haben viele Einrichtungen und Organisationen ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm zum Thema Demenz auf die Beine gestellt.

Vorurteile und Unsicherheiten abbauen
Wie die Gesundheitsbehörde mitteilte, richten sich die Informations- und Mitmachaktionen sowohl an Erkrankte wie auch an Angehörige und sollen dazu beitragen, Vorurteile und Unsicherheiten im Umgang mit Demenzkranken abzubauen. Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) sagte: „Auch wenn das Gedächtnis immer stärker nachlässt, besitzen Menschen mit Demenz noch viele Fähigkeiten, mit denen sie aktiv am Leben teilnehmen können.“ In der Hansestadt leben rund 26.000 Menschen mit schwerer oder mittelschwerer Demenz, davon rund ein Drittel zu Hause. Wie auch in anderen Städten beziehungsweise Ländern wird aufgrund der zunehmenden Alterung der Gesellschaft in den kommenden Jahren mit einer steigenden Zahl von Erkrankten gerechnet. (ad)