Virologe warnt: Tropen-Mücken breiten sich in Deutschland immer weiter aus

Sebastian
Virologe: Warnung vor gefährlichen Tropen-Mücken

Laut wissenschaftlichen Untersuchungen breiten sich Insekten aus tropischen Regionen auch in Deutschland immer mehr aus. Manche von ihnen können gefährliche Infektionskrankheiten übertragen. Tropenmediziner sind besorgt.

Tigermücken in Bayern und Baden-Württemberg zu finden
Nach Beobachtung von Forschern breiten sich „Insekten aus tropischen Regionen auch in Deutschland aus“. Der Hamburger Virologe Jonas Schmidt-Chanasit vom Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur dpa: „Die zwei wichtigsten invasiven Stechmückenarten, die uns Sorge bereiten, sind die Tigermücke und der Japanische Buschmoskito.“ So sei die Tigermücke, die das Dengue-Fieber übertragen kann, bereits in Bayern und Baden-Württemberg zu finden. In den vergangenen Jahren wurde aus anderen europäischen Ländern bereits vereinzelt über Dengue-Infektionen berichtet. „Bei Dengue-Fieber zeigen sich nach einer Inkubationszeit von maximal zwei Wochen zunächst grippeähnliche Beschwerden wie Fieber,  Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Muskel- und Gliederschmerzen. Bei einigen Patienten kann es zu tödlichen Komplikationen kommen.“

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Überwachung der eingewanderten Insektenart erforderlich
Der Japanische Buschmoskito habe sich den Angaben zufolge noch sehr viel weiter ausgebreitet, etwa im Raum Köln/Bonn und sogar bis nach Hannover. Diese Mücken können laut dem Experten das West-Nil-Virus oder auch den Erreger für die Japanische Enzephalitis, eine Gehirnentzündung, übertragen. Schmidt-Chanasit betonte, dass die Ursache der Entwicklung in erster Linie der interkontinentale Waren- und Reiseverkehr sei und nicht der Klimawandel. Auch Forscher des Senckenberg-Forschungszentrums an der Goethe-Universität in Frankfurt hatten kürzlich berichtet, dass hierzulande eine weitere Ausbreitung der asiatischen Buschmücke erwartet werde. Experten warnten in diesem Zusammenhang zwar vor einer Panikmache, doch eine gründliche Überwachung der eingewanderten Insektenart sei trotzdem dringend erforderlich. (ad)

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Bild: Peashooter / pixelio.de