Vitamin-D Mangel begünstigt Parkinson

Sebastian

Studie: Offensichtler Zusammenhang zwischen Vitamin-D Mangel und der Erkrankung Morbus Parkinson entdeckt.

(13.07.2010) Finnische Forscher haben anhand einer Studie einen Zusammenhang zwischen der Erkrankung Morbus Parkinson und einem körperlichen Mangelwert von Vitamin-D fest gestellt. Ein Mangel von Vitamin-D verursacht ein dreifach erhöhtes Risiko an Parkinson zu erkranken.

Wissenschaftler des "National Institute for Health and Welfare" haben einen Zusammenhang zwischen Vitamin-D und Parkinson festgestellt. Im Verlauf einer Studie wurden die Daten von insgesamt 3000 Probanden ausgewertet. Dabei wurde fest gestellt, dass ein Mangel von Vitamin-D das Erkrankungsrisiko von Parkinson um das dreifache ansteigen lässt. Die Forscher vermuten nun, dass das Vitamin D auch zum Schutz von menschlichen Nervenzellen zuständig ist.

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Bei der Langzeitstudie wurden die Daten der 3000 Studienteilnehmer seit den 80er Jahren ausgewertet. Vitamin-D ist in zahlreichen Lebensmitteln wie Öl, Milch, Fisch und in verschiedenen Getreidesorten enthalten. Vitamin-D wird allerdings auch durch den Einfluss der Sonnenstrahlen im Körper produziert. Werden Menschen älter, nimmt auch die Fähigkeit der Haut ab, Vitamin D zu produzieren. Bislang war wissenschaftlich noch nicht erwiesen, dass Vitamin-D nicht nur für den Knochenaufbau zu ständig ist, sondern wie nun bekannt wurde, auch zum Schutz von menschlichen Nervenzellen des Immunsystems. Die Studienleiterin Marian Evatt, vom Neurologischen "Institut der Emory University School of Medicin" behauptet, dass etwa 30 Nanogramm Vitamin D pro Milliliter Blut täglich für den Aufbau wertvoll seien. Wieviel Vitamin-D nun auch für den Schutz des Nervensystems wichtig seien, wissen man zur Zeit noch nicht. Denn zuviel Vitamin D kann sich auch schädlich (toxisch) auf den menschenlichen Körper auswirken. Deshalb ist es verführt zu behaupten, man könne im Alter mit ein bestimmten Dosis Vitamin-D dem Parkinson-Risiko entgegen wirken. Die Forscher wollen nun weitere Studien auf diesem Gebiet führen.

Die Parkinson-Erkrankung beginnt zumeist zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr. In der Altersgruppe 40 bis 44 Jahre erkrankt einer von 10.000 Menschen an der Krankheit. In Deutschland gibt es derzeit rund 400.000 Patienten, die an der Parkinsonsche Krankheit leiden. Symptome des Morbus Parkinson können mit Naturheilkundlichen Methoden wie Entspannungs-, Meditations-, Atem- und Bewegungsübungen gemindert werden. Dazu gehören unter anderem Qigong, Yoga sowie Akupunktur und Massagen. (sb)