Vogelgrippe: Entwarnung für Weihnachtsgänse

Heilpraxisnet

Minister gibt nach Vogelgrippe Entwarnung für Weihnachtsgänse

01.12.2014

Nachdem in den vergangenen Wochen immer wieder über das neue Vogelgrippe-Virus H5N8 berichtet wurde, machten sich viele Verbraucher Sorgen über Geflügelfleisch. Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt hat nun Entwarnung gegeben. Beim Weihnachtsessen sehe er keinen Grund zur Sorge.

Weihnachtsbraten ist gesichert
Vor dem Hintergrund der Vogelgrippe hat Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) Entwarnung für das Weihnachtsfest gegeben. Einer Meldung der Nachrichtenagentur AFP zufolge sagte der Politiker gegenüber der „Bild“-Zeitung, dass sich die Menschen in Deutschland keine Sorgen um den Festbraten machen müssten. „Ich kann beruhigen: Derzeit zeigen alle Untersuchungen, dass die Gänse und Enten sicher sind“, so Schmidt. Untersuchungen, die in der Nähe der infizierten Wildente durchgeführt wurden, hätten keine weiteren Fälle ergeben. Von Seiten seines Ministeriums werde aber weiterhin geprüft, „wie der betroffene Geflügelbestand infiziert werden konnte“.

Vogelgrippe-Erreger bei Wildente in Mecklenburg-Vorpommern
Am vergangenen Wochenende hatten die Behörden mitgeteilt, dass erstmals in Mecklenburg-Vorpommern bei einer Wildente das Vogelgrippe-Virus H5N8 nachgewiesen wurde. Angaben der dortigen Behörden zufolge wurde der Erreger damit erstmals in Europa außerhalb von Nutztieren festgestellt. In Mastbetrieben in Deutschland, Holland und England war das Virus bereits nachgewiesen worden. Von den niederländischen Behörden wurde unterdessen ein neuer Fall von Vogelgrippe gemeldet. Demnach war eine Geflügelfarm im westlichen Zoeterwoude mit 28.000 Vögeln betroffen. Wie das Wirtschaftsministerium erklärte, sei es noch unklar, ob es sich ebenfalls um das Virus H5N8 handle. Aus Sicherheitsgründen wurde die Farm abgeriegelt und alle Tiere sollten getötet werden.

Virus-Subtyp kam zuvor nur in Asien vor
Der Virus-Subtyp H5N8 kam zuvor nur in Asien vor. Insbesondere die Varianten H7N9 und auch H5N1 haben sich in der Vergangenheit als besonders gefährlich erwiesen. Bei infizierten Menschen zeigten sich oft erst nach Wochen die typischen Vogelgrippe-Symptome, die anfangs meist denen einer herkömmlichen Grippe ähneln. Patienten leiden dann in der Regel an hohem Fieber, Husten, Halsschmerzen und manchmal auch Atemnot. Seltenere Symptome sind Durchfall, Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. (ad)

Bild: Alexandra H. / pixelio.de