Vogelgrippe in Brandenburg: Behörden alarmiert

Fabian Peters

H5N1-Infektionen bei Enten in Brandenburg festgestellt

16.02.2013

Nachdem bereits Anfang Januar ein Ausbruch die Vogelgrippe aus Hessen gemeldet wurde, sind die Erreger nun auch bei Enten in Brandenburg festgestellt worden. „Im Landkreis Märkisch-Oderland wurde in einem Entenmastbetrieb das H5N1-Virus (Aviäre Influenza) nachgewiesen“, so die Mitteilung des brandenburgischen Umweltministeriums.

Vier Jahre lang galt Deutschland als Vogelgrippe-frei, bis vor knapp zwei Wochen in Hessen erstmals wieder Infektionen mit Erregern der Gattung H5N1 registriert wurden. Die auch als Vogelgrippe oder Geflügelpest bekannten H5N1-Infektionen sind für Vögel ein erhebliches Gesundheitsrisiko. Häufig endet die Erkrankung mit dem Tod der Tiere. In der Vergangenheit sind vielfach ganze Geflügelbestände den Viren zum Opfer gefallen. So zeigten sich die Behörden "angesichts des Nachweises der Erreger auf dem Entenmastbetrieb im Landkreis Märkisch-Oderland durchaus alarmiert". Vom Land wurden "eine Task-Force und ein Krisenzentrum eingerichtet".

Bei Eigenkontrollen des Entenmastbetriebes wurden Antikörper gegen Vogelgrippe in den Enten entdeckt, woraufhin sich die zuständigen Behörden einschalteten. „Der Bestand wurde am 14. Februar 2013 durch das zuständige Veterinäramt gesperrt und die weiteren amtlichen Untersuchungen eingeleitet“, berichtet das Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg. Den Ausführungen der brandenburgischen Verbraucherschutzministerin Anita Tack (Die Linke) zufolge, hat der Landkreis „das Ministerium umgehend informiert.“ Es bestehe „eine enge Zusammenarbeit und ein ständiger Informationsaustausch.“

Erstmals seit knapp sechs Jahren Vogelgrippe in Brandenburg
Die angesichts des Ausbruchs der Vogelgrippe in Brandenburg erforderlichen Maßnahmen zur Seuchenbekämpfung werden laut Mitteilung des brandenburgischen Umweltministeriums auf Landesebene koordiniert. „Alle notwendigen Maßnahmen zur Eindämmung und Bekämpfung“ seien angelaufen. Die infizierten Tiere müssen dabei laut offizieller Mitteilung in jedem Fall getötet werden. „Die durch das Landeslabor Berlin-Brandenburg positiv befundeten Proben wurden umgehend zum zuständigen Referenzlabor (Friedrich-Löffler-Institut in Riems) zur Bestätigungsuntersuchung und Bestimmung der Pathogenität (Aggressivität) des Erregers weitergeleitet“, berichtet das Landesumweltministerium in seiner aktuellen Pressemitteilung. Die Ergebnisse weiterer Untersuchungen werden im Laufe des heutigen Abends erwartet. Bislang bleibe die Ursache für die H5N1-Infektion jedoch unklar. Bei den Ermittlungen werde das Veterinäramt des Landkreises von einer Task-Force des Landes unterstützt. Den letzten Ausbruch der Vogelgrippe verzeichneten die Behörden in Brandenburg im Jahr 2007. (fp)

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